24 Tore in 23 Spielen und dazu fünf Vorlagen. Im Jahr zuvor waren es 20 in 24 und gar zwölf Assists. Und zum Einstand in der Saison 2015/2016 auch schon 22 in 24 und immerhin sechs Vorlagen. Die Zahlen, die für Rico Geiling in seiner Statistik unseres Partnerportals anpfiff.info unter der Rubrik FC Haßfurt verzeichnet sind, beeindrucken. Nach seinem Wechsel von der SG Lendershausen/Ostheim, für die er in der Saison 2014/2015 in der A-Klasse am Ball war, wurde der Angreifer für den FCH sofort zum Leistungsträger und einem der Top-Angreifer der Kreisliga.

Mehr noch: Der 26-Jährige wurde so etwas wie das Gesicht des FC Haßfurt. Einer, der für die neuen Zeiten beim Traditionsverein stand und stets voranging. Einer, der in der Kreisstadt Quartier bezog, direkt am Marktplatz und damit mittendrin in Haßfurt war. Einer, der die Kapitänsbinde trug und sich auch für Einsätze in der Zweiten, die in Spielgemeinschaft mit dem TSV Wülflingen antritt, nicht zu schade war. Neunmal half er in der A- beziehungsweise Kreisklasse aus und stand dabei zeitweise auch im Kasten.

Der Angreifer, zuvor eher ein Wandervogel, der auch schon den SV Hofheim oder den FSV Krum als Stationen in seiner Vita stehen hat, schien sesshaft geworden. Umso überraschender kam im vergangenen Sommer sein Wechsel zu den eben in die Bezirksliga zurückgekehrten FT Schweinfurt.

"Ich wollte noch einmal eine Veränderung und neue Erfahrungen sammeln", begründete er damals seine Entscheidung. Zudem hatte ihn sein neues Team mit seiner Spielweise und im Meisterjahr imponiert. Eine Meisterschaft wird es wohl auch in diesem Jahr an der Maibacher Höhe zu feiern geben. Mit dem Last-Minute-2:1 gegen die DJK Wiesentheid und dem 7:0-Kantersieg bei der DJK Dampfach machte der Tabellenführer einen riesigen Schritt in Richtung Titel. Rico Geiling war dabei, in Dampfach traf er doppelt. Sieben Tore stehen in seiner Bilanz. Landesliga-Treffer werden - zumindest im kommenden Jahr - keine dazu kommen.

Haßfurt ist seine Heimat

Denn der 26-Jährige kehrt in seine "Heimat" - O-Ton Rico Geiling - zurück und wird ab Sommer wieder an der Flutbrücke kicken. "Schon bei meiner Entscheidung für die FT war es für mich nur eine Frage der Zeit, wann ich wieder zurück zum FC Haßfurt gehen werde", erklärt er. "Es entsteht wieder etwas beim FC und ich möchte ein Teil davon sein. Deshalb war es ein logischer Schritt, wieder in die Heimat zu kommen."

Nach Martin Schwemler, der aktuell noch beim TSV Knetzgau spielt, ist Rico Geiling bereits der zweite Ex-Spieler, den die Verantwortlichen um den neuen sportlichen Leiter Markus Wlacil von einer Zukunft bei ihrem früheren Verein überzeugten. "Wir wollen hier langfristig etwas aufbauen, eine Mannschaft mit Perspektive mit Spielern, die den FC Haßfurt leben", erklärt der Funktionär.

Dabei setzt man beim FC weiter auf das junge Trainerduo um Jannik Full und Louis Wlacil, einem der Söhne des sportlichen Leiters. Beide passen genau in das von Markus Wlacil beschriebene Konzept. Als langjährige Jugendspieler sind sie überzeugte FCler und wollen in der ersten Reihe mithelfen, den Traditionsverein wieder zu einer Hausnummer in der Kreisstadt und der Region zu machen.

"Der Kontakt ist nie abgerissen"

Rico Geiling ist dabei sicherlich ein wichtiger Mosaikstein. "Das Trainerduo gehört zu meinen besten Kumpels", sagt Geiling über seine schnelle Rückkehr. "Es gibt doch nichts Schöneres, als mit seinen Freunden etwas aufzubauen. Die beiden haben einen riesigen Anteil daran, dass ich wieder zurückkomme." Aber auch den Rest der Mannschaft kennt der 26-Jährige gut. "Ich habe mit fast allen Spielern schon auf dem Platz gestanden. Der Kontakt ist nie abgerissen. Deshalb freue ich mich riesig, wieder mit allen auf dem Platz zu stehen."