Stellvertretender Bürgermeister Jürgen Kolb leitete die erste Gemeinderatssitzung nach der Sommerpause. Er begrüßte hierzu auch Holger Becker, Allianzmanager Fränkisches Saaletal, der Rück- und Ausblick auf Projekte der Allianz gab. "Allianzen leben von der Mitarbeit", resümierte Kolb, und "ohne die Unterstützung der Kommunen ist man aufgeschmissen", verdeutlichte er die Wichtigkeit der Kommunen. Becker stellte die Allianz anhand von Zahlen, Fakten und Handlungsfeldern vor, und machte den Unterschied zum Zweckverband "Frankens Saalestück" deutlich. Der seit 1. April 2015 eingetragene Verein "Allianz Fränkisches Saaletal" bestehe aus neun Kommunen mit 27 500 Einwohnern und einer Fläche von 340 Quadratkilometern. Die zuwendungsfähigen Ausgaben betrugen 1,63 Millionen Euro, davon 953 000 Euro an Fördermitteln (Fördersatz 56 Prozent). Die Allianz sei gut vernetzt, und auch die interkommunale Zusammenarbeit funktioniere gut, sprach Becker einige Beispiele an: Den Abwasserzweckverband Thulba-Saale mit der Machbarkeitsstudie zur gemeinsamen Klärschlammverwertung und die Bauhofkooperation mit den regelmäßigen Bauhofleitertreffen und dem gemeinsamen Beschaffungswesen. Ferner die Verwaltungskooperation mit der gemeinsamen Schulung für Beschäftigte der Kommunalverwaltung oder die Kooperation mit der Nachbarallianz Kissinger Bogen e.V. mit dem Tag der Allianzen. Oberthulba stelle hier das Bindeglied dar, auf das zukünftig das neue Logo beider Allianzen hinweise.

Während die Seminare der Allianz verpflichtend in Klosterlangheim stattfinden, habe man erreicht, ein Seminar zur inhaltlich-strategischen Ausrichtung am 25. September in der Musikakademie abhalten zu dürfen.

"Probierbäume" nennt sich das neueste Projekt, für das Bürgermeister René Gerner aus Fuchsstadt Pate steht. Hier sollen Bäume mit Banderolen markiert werden, bei denen Naschen und Mitnehmen ausdrücklich erlaubt seien. Damit soll das Bewusstsein für Streuobstwiesen und alte Obstsorten gesteigert werden. Vorstellen kann man sich auch einen Obstlehrpfad, die Saftproduktion aus heimischem Streuobst oder das Abhalten von Obstbaumschnittkursen.

Dritte Bürgermeisterin Margot Schottdorf hatte im Vorfeld schon versucht, über die Obst- und Gartenbauvereine in den Ortsteilen Ansprechpartner für das Projekt "Probierbäume" zu finden. Die Vorlaufzeit sei etwas kurz gewesen, aber generell auch für die nächsten Jahre bestehe Interesse, so Schottdorf. "Fördergelder in Höhe von 953 000 Euro für die Region wären ohne die Allianz nicht zustande gekommen", bedankte sich Kolb bei Becker für den Einsatz.

Einem Bauantrag zum Abbruch bestehender Wohngebäude (Teilabbruch von Nebengebäude sowie Neubau eines Einfamilienwohnhauses) im Schlossgarten in Frankenbrunn, stimmte das Gremium zu. Ebenso nahm der Marktgemeinderat Kenntnis vom Bebauungsplan "Häg II" und der 1. Änderung des Bebauungsplanes beschränktes Dorfgebiet "Häg" der Gemeinde Wartmannsroth und hatte keine Einwendungen.

Kolb informierte über die Verabschiedung von Gabriele Pentenrieder. Sie war 28 Jahre Busfahrerin für das Kinderhaus Oberthulba und Hassenbach.

Zum Monatsanfang traten Hannah Büchner aus Thulba und Lukas Scheller aus Frankenbrunn ihre Ausbildung beim Markt Oberthulba an.