Begeisterter Applaus brandet Gioacchino Rossini alias Burkhard Ascherl entgegen, als er beim Konzert "Rossini gibt sich die Ehre" im Altarraum der Herz-Jesu-Kirche erscheint, um die zahlreichen Besucher zu begrüßen. Mit der freudigen Ouvertüre zur Oper "Die Hochzeit des Figaro" von Wolfgang Amadeus Mozart lässt Ascherl schon zu Beginn des Konzerts seiner Spielfreude freien Lauf. Nach dem ruhigen Vorspiel zur Oper "La Traviata" von Giuseppe Verdi erklingt die quirlige "Kissinger Sole-Sprudel Gavotte" des Kissinger Komponisten Cyrill Kistler.

In großem Spannungsbogen gelingt dem Interpreten im Anschluss eine eindrucksvolle Wiedergabe des "Pilgerchors" aus Richard Wagners "Tannhäuser". Durch ein lückenloses Crescendo und Decrescendo kann man sich im Geiste die herannahende Pilgerschar vorstellen, die laut singend vorüberzieht und in der Ferne verschwindet. Bei Johann Strauß‘ beliebtem Kaiser-Walzer nutzt Ascherl geschickt die große Farbenvielfalt seiner Schuke-Orgel. Mit dem Stück "The Yarmouth Belle" - basierend auf der Irish Jig "Off she goes" - gibt es noch eine kleine Überraschung: Durch die flotte Melodie des irischen Volkstanzes fühlt man sich auf einen bunten Jahrmarkt entführt.

Padre Davide da Bergamo war Klostermönch in Norditalien und übertrug den italienischen Opernstil seiner Zeit auf die Orgel. Mit dessen Sinfonia D-Dur wie auch mit Rossinis sich anschließender Ouvertüre zur Oper "Der Barbier von Sevilla" tanzte Burkhard Ascherl förmlich mit Händen und Füßen über die Manuale und Pedale seiner imposanten Orgel. Für den lang anhaltenden Beifall bedankte er sich mit dem Radetzky-Marsch von Johann Strauß Vater. red