Zu unserer Berichterstattung - "Alles schon beschlossene Sache" vom 25. Mai- um eine Gewerbeansiedlung im Kasernengebiet, erreichte uns folgender Leserbrief:

Rolle rückwärts - oder was? Ein Investor kommt nach Ebern - verspricht 25 Arbeitsplätze, und schon wirft die Kommune den selbst vor wenigen Jahren gefassten Beschluss, eine Fläche in der ehemaligen Kaserne frei zu halten, über Bord.
Frau Rögner, ehemals CSU Fraktionsvorsitzende mahnt an, das nicht zu tun, Weitsicht zu wahren und nicht dem Totschlagargument "Arbeitsplätze" zu folgen; ich stimme ihr in dem Unterfangen, die Fläche frei zu halten, zu, wundere mich aber doch über ihre Argumentation und ihren Sinneswandel; sie und ihre Fraktion hat vor einigen Jahren zu Zeiten der Planungen des Motorsportzentrums "Rotapark" genau dieses Totschlagargument "Arbeitsplätze" und die "Alternativlosigkeit" bezüglich anderer Planungen permanent verwendet! Was für ein Sinneswandel! Nur wenige Bürger mit Visionen und Mut hatten Weitsicht und sich damals gegen diese Motorsport-Planungen gestellt, die von fast der ganzen Eberner Politik blind und taub hofiert wurden. Zum Glück - sonst gäbe es heute das Gewerbegebiet "Alte Kaserne" überhaupt nicht!
Inzwischen ist das Kasernenareal trotz dauernd angemahnter fehlender Alternativen mit Leben und Arbeitsplätzen gefüllt; inzwischen beklagen Firmen in der Region den Fachkräftemangel - und dennoch brauchen wir weitere 25 Arbeitsplätze und müssen weitere Flächen zubetonieren?! Ich empfinde es als schlimm, wie die Politik immer noch vor Wirtschaft und Totschlagargumenten einknickt!

Andreas Hümmer
Ebern