Die Bürgerinitiative Mobilfunkstandort Altenkunstadt (BI) stellt im Vorfeld der Gemeinderatssitzung am 7. Juni einen neuen Antrag auf Beschlussfassungen zu einem vorsorgeorientierten Mobilfunk. Dies sollte in öffentlicher Sitzung geschehen. Nachdem die Gemeinderäte mit Mobilfunkanbietern einen Alternativstandort nur 250 Meter vom ersten Haus an der Hangkante des Gemeindebergs Külmitz ausgehandelt haben, müsse dieser strahlenminimiert gestaltet werden, um die Bevölkerung zu schützen, so die Forderung. Die BI verlangt eine ergänzende Begutachtung durch das Umweltinstitut München, und zwar bei Nutzung des Mastes durch drei Mobilfunkanbieter bei voller Leistung, wovon ausgegangen werden müsse. Künftig werden Techniken mit noch höherer Strahlenbelastung installiert, so die Annahme. Durch die beantragte Gutachtenerweiterung und Berücksichtigung im Dialogverfahren mit den Mobilfunkbetreibern verspricht sich die Initiative einen optimierten Standort - weniger Strahlung bei gutem Empfang. Sie fordert zudem eine vollständige Umsetzung vorsorgeorientierten Mobilfunks in allen Gemeindeteilen. Die BI versteht sich als Interessenvertretung der Mehrheit der wahlberechtigten Altenkunstadter und sieht es als Erfolg an, dass immerhin zwei Mobilfunkstandorte verhindert wurden, zwei Standorte abgebaut werden und dafür ein Standort außerorts entsteht - auch wenn ein Großteil der Mitglieder den ortsnahen Mast nicht gutheißt. Sie haben öffentlich auf eine Krebsgefahr hingewiesen und für einen größeren Abstand von 1000 Metern plädiert, wobei immer noch ausreichend Empfang gewährleistet wäre.
Bei einer Veranstaltung im September soll ein Referent über die Vermeidung oder Reduzierung von Funklösungen wie WLAN und Schnurlostelefonen mit DECT-Technik im privaten Bereich informieren. Diese stellen in Haushalten oft die stärkste Belastung dar. red