von unserem Mitarbeiter andreas Welz

Kreis Lichtenfels — Die angemessenen Richtwerte der Kosten für die Unterkunft von Arbeitssuchenden und Sozialhilfeempfängern setzte der Kreisausschuss bei seiner gestrigen Sitzung fest.
Nach einer Erhebung beträgt die Miete für den Wohnungsmarkttyp II in Bad Staffelstein und Lichtenfels zwischen 274 Euro und 466 Euro, für eine bis fünf Personen in 35 bis 105 Quadratmeter großen Wohnungen.
In allen übrigen Kommunen des Landkreises liegt im Wohnungsmarkt I die Miete zwischen 289 Euro für 35 bis 50 Quadratmeter und 466 Euro für Wohnungen zwischen 90 bis 105 Quadratmetern.
Die finanziellen Auswirkungen seien schwierig zu bewerten, da die Entwicklung der Anzahl der Hilfsberechtigten nicht genau abgeschätzt werden könne, macht Landrat Christian meißner deutlich.
Im Haushalt 2015 sei die Steigerung der Kosten im Vergleich zum Jahr 2014 mit etwa zehn Prozent veranschlagt worden.
Auf Antrag der SPD/SB-Kreistagsfraktion wurde die Luftsituation im Gymnasium Burgkunstadt untersucht. Kreisbaumeister Stefan Weisser gab bekannt, dass in den vier Ebenen die Grenzwerte weit unterschritten werden. Dem Gutachten zufolge bestehen keine Bedenken gegen eine uneingeschränkte Nutzung der Räume.
Dem Antrag des Heilpädagogischen Zentrums der Caritas auf Kostenbeteiligung des Landkreises zur Übernahme der Personal- und Sachkosten für die St.-Katharina-Schule und die Maximilian-Kolbe-Schule wurde zugestimmt. Der Staat ersetze zwar den schulisch Notwendigen Aufwand, aber übrige Kosten würden nur teilweise ersetzt, erläuterte Meißner. Der Gesamtbetrag beider Schulen belaufe sich auf 102 000 Euro. Für das Haushalt 2015 würden 77 600 und im nächsten Jahr 103 000 Euro veranschlagt.
Dem Vollausbau der Kreisstraße LIF 1 in der Ortsdurchfahrt Altenbanz wurde zugestimmt. Jährlich umfangreiche Unterhaltungsmaßnahmen für den zu schwach bemessenen Oberbau machen es notwendig, den Ortsbereich Altenbanz auf einer Länge von 400 Metern frostsicher und mit einer durchgehende Breite von sechs Metern auszubauen. Ein früherer Ausbau sei wegen der ICE Maßnahmen nicht sinnvoll. So könne die Maßnahme 2016 beginnen. Die Gesamtkosten von 716 000 Euro wurden im Haushalt aufgenommen.
Der Aufbau einer taktisch-technischen Betriebsstelle für den Digitalfunk sei für die Sicherheit erforderlich, erläuterte Katastrophenschutzbeauftragter Klaus Langer. Wichtig sei ein störungsfreier Funkbetrieb zwischen der Integrierten Leitstelle und der örtlichen Einsatzleitung. Beschlossen wurde die Beschaffung von Digitalfunkgeräten für die Feuerwehrführungskräfte und der landkreiseigenen Feuerwehrfahrzeuge.