Seit mehr als 50 Jahren ist das Bayerische Rote Kreuz der Garant für die notfallmedizinische Versorgung der Bevölkerung im Landkreis Bad Kissingen. Zur Sicherstellung der notfallmedizinischen Versorgung der Bevölkerung betreibt der BRK-Kreisverband Bad Kissingen vier Rettungswachen in Bad Kissingen, Bad Brückenau, Hammelburg und Maßbach rund um die Uhr, und am Stellplatz in Münnerstadt an sieben Tagen in der Woche 12 Stunden insgesamt 8 Rettungswagen.
Darüber hinaus stehen 6 Krankentransportfahrzeuge für den Krankentransport zur Verfügen.
An den Standorten Bad Kissingen, Bad Brückenau und Hammelburg wird darüber hinaus die notärztliche Versorgung der Bevölkerung im Landkreis mit vier Notarzteinsatzfahrzeugen sichergestellt. Hierzu beschäftigt der BRK-Kreisverband Bad Kissingen rund 80 hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rettungsdienst, die von ca. 40 Ehrenamtlichen unterstützt werden.


813 425 Kilometer gefahren

Im Jahr 2015 führte der Rettungsdienst im Landkreis Bad Kissingen rund 23 900 Einsätze (plus 5,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) durch und legte dabei 813 425 Kilometer zurück (plus 53 067 Kilometer im Vergleich zum Vorjahr).
Die Steigerung der zurückgelegten Kilometer ist nicht nur begründet durch die gestiegenen Einsatzzahlen, sondern auch durch die sich veränderte Krankenhauslandschaft und der damit verbundenen weiten Transportwege, heißt es im BRK-Bericht.
Rund 9000 Einsätze davon waren Krankentransporte. In der Notfallrettung waren 7811 Einsätze nötig, wovon der Notarzt in rund 4100 Fällen zum Einsatz kam (plus 5,5 Prozent im Vergleich zu 2014).
Um auch für Großschadensfälle gerüstet zu sein, unterstützen die ehrenamtlichen Einsatzdienste des BRK-Kreisverbandes Bad Kissingen, die ausschließlich durch Ehrenamtliche gestellt und hauptsächlich durch den Kreisverband finanziert werden, den Rettungsdienst.
Neben der Wasserrettung durch die Wasserwachtortsgruppen Bad Kissingen und Hammelburg, der Rettung aus schwierigen und unwegsamen Gelände durch die Bergwacht, werden insbesondere auch Einsatzeinheiten des Sanitätsdienstes, der Rettungshundestaffel und Einheiten zur Einsatzleitung zur Unterstützung des Rettungsdienstes vorgehalten.
Der Einsatzleiter Rettungsdienst wurde im vergangenen Jahr zu 171 Einsätzen alarmiert, um die Einsatzkräfte des Rettungsdienstes und der ehrenamtlichen Einsatzdienste zu koordinieren.
Die ehrenamtlichen Einsatzdienste (Schnelleinsatzgruppen) unterstützten den Rettungsdienst bei 33 Einsätzen, unter anderem durch die Bereitstellung von zusätzlicher Behandlungs- und Transportkapazität. Die Rettungshundestaffel rückte zu 14 regionalen und überregionalen Einsätzen aus, um vermisste Personen zu suchen. Darüber hinaus sorgten die ehrenamtlichen Einsatzdienste des BRK-Kreisverbands Bad Kissingen bei Großveranstaltungen im Landkreis Bad Kissingen für die Sicherheit der Bevölkerung und kamen auch überregional zum Einsatz.
Die beiden ehrenamtlichen Helfer-vor-Ort-Gruppen in Münnerstadt und Burkardroth wurden bei 124 Notfällen zusätzlich parallel zum Rettungsdienst alarmiert und leiteten erste Maßnahmen zur Erstversorgung ein. Ein neuer Helfer-vor-Ort-Standort (HvO) entsteht derzeit in der Gemeinde Schondra.
Alarmiert werden die Einsatzkräfte durch die Integrierte Leitstelle in Schweinfurt (Notrufnummer 112). red