Kulmbach — Seit Herbst 2014 trainierten fünf Jugendliche der DLRG Kulmbach im Alter von zwölf bis 16 Jahren einmal wöchentlich, um sich für ihre Prüfung zum Rettungsschwimmer in Bronze vorzubereiten.
Ein Großteil ihres Trainings bestand darin, genügend Ausdauer und Kraft zu bekommen, um einen Menschen in Lebensgefahr aus dem Wasser zu retten. Auch übten die Jugendlichen verschiedene Techniken, um einen in Not geratenen Schwimmer mit Hilfe spezieller Griffe an Land zu bekommen. Großes Augenmerk galt den Befreiungsgriffen, bei denen die angehenden Rettungsschwimmer lernten, wie man sich aus einer lebensbedrohlichen Umklammerung durch die verunglückte Person retten kann.
In ihrer theoretischen Ausbildung lernten die Jugendlichen einiges über das Verhalten bei Krämpfen, Gefahren am und im Wasser und die Pflichten eines Rettungsschwimmers kennen und absolvierten einen Erste-Hilfe-Kurs. An ihrem Prüfungstag mussten sie zum Beispiel eine bestimmte Strecke bekleidet in einer vorgegebenen Zeit schwimmen, mindestens 15 Meter Strecke tauchen und beim Tieftauchen aus ca. drei Metern Tiefe eine bewusstlose Person wieder an die Oberfläche holen. Danach stand die kombinierte Übung an: 25 Meter schwimmen, danach abtauchen auf zwei Meter Tiefe, um einen fünf Kilogramm schweren Tauchring zu bergen. Kurz nach dem Auftauchen war schon ein Prüfer zur Stelle und umklammerte den Hals des Jugendlichen. Nun musste der Befreiungsgriff sitzen. Nachdem sich der angehende Rettungsschwimmer befreit hatte, schleppte er den in Not geratenen Schwimmer noch 25 Meter weiter bis zum Beckenrand. Hier angekommen beförderte er den Hilfesuchenden mit speziell erlernten Hebeltechniken aus dem Wasser und führte sofort die Kontrolle der Vitalfunktionen Atmung und Kreislauf durch.
Am Ende hatte alles geklappt, war die Prüfung für alle fünf bestanden. Marco Dörfler