von unserem Mitarbeiter Berthold Köhler

Oberbrunn — Ein Zeichen für die Radler-Freundlichkeit am Obermain haben am Wochenende die Oberbrunner "Schlossbergfreunde" gesetzt.
Anlässlich der Kirchweih wurde die vermutlich erste ständig zugängliche Radfahrer-Servicestation im Landkreis Lichtenfels in Betrieb genommen. Kaum war die Station mit verschiedenen Werkzeugen und sogar einer Luftpumpe in Betrieb, machten auch schon die ersten Radfahr-Touristen an der "Alten Schule" einen Zwischenstopp.
Geboren wurde die Idee für die Servicestation bei den Vorbereitungen zur Kirchweih. Die "Schlossbergfreunde", die alle zwei Jahre im Wechsel mit den Ebensfelder Musikern die Kirchweih im Ebensfelder Gemeindeteil ausrichten, wollten ihren Gästen für heuer wieder eine Überraschung bieten. Dazu kam die Erkenntnis, dass in den vergangenen Jahren nur wenige der vielen Radfahrer auf dem Main-Radweg in Richtung Süden einen Abstecher zur Oberbrunner Kirchweih machten.
Das wollten die Schlossberg freunde ändern, schließlich liegt doch der Festplatz an der "Alten Schule" direkt am Radweg, bei dem der erst vor wenigen Monaten mit der Verbindung nach Unterbrunn eine wichtige Lücke geschlossen wurde. "Seitdem hat die Zahl der Radfahrer, die durch unseren Ort fahren, noch einmal deutlich zugenommen", sagt Olaf Märkl, der - eigentlich aus einer Bierlaune heraus - gemeinsam mit Berthold Köhler die Idee der Service-Station entwickelte. Vorbild waren dabei die Werkzeug-Tafeln, die heutzutage in fast allen Skigebieten an den Talstationen der Skilifte hängen.
Umgesetzt wurde die spontane Idee von Stefan Wagner-Baumeister, der bei den "Schlossbergfreunden" so etwas wie der "technische Leiter" ist. Auch Karoline Schug, die Vorsitzende der "Schlossbergfreunde", war vom ersten Augenblick an angetan von diesem Service für die Rad-Urlauber: "So bleibt auch denen, die nur mal kurz durch Oberbrunn fahren, unser Ort sicher in guter Erinnerung." Sie hofft nun, dass die Station von der Öffentlichkeit geschätzt und nicht schnell Opfer von Vandalismus wird.