von unserer Mitarbeiterin 
Sandra Hackenberg

Neustadt — Die Bürgerversammlung für die Kernstadt Neustadt fand am Donnerstagabend im Gasthaus "Eckstein" statt. Bei einer Cola oder einem Bier konnten die Bürger, die im Stadtgebiet wohnhaft sind, ihre Anliegen bei Oberbürgermeister Frank Rebhan (SPD) und seiner Stellvertreterin Elke Protzmann (CSU) vortragen.
Zuerst zeigte der Leiter der Bauverwaltung, Frank Röser, bei einem Beamer-Vortrag auf Fotos, was die Stadt in diesem Jahr schon alles geschafft hat. Die Diesel- und die Haarbrücker Straße wurden genauso saniert wie die Seestraße in Wildenheid auf 600 Metern Länge. Der Faulgasbehälter der Neustadter Kläranlage wurde gereinigt, und das neue Blockheizekraftwerk ist fast fertig. Außerdem hat die Volksschule "Am Moos" über die Sommerferien eine Renovierung bekommen. Der Eingangsbereich wurde verändert und der in die Jahre gekommene Bodenbelag erneuert.
Auch in der Bahnhofsstraße sind die Baumaßnahmen vorangeschritten. Nachdem dort bis Mai noch die alten Gebäude abgerissen worden sind, konnte in den vergangenen Monaten mit dem eigentlichen Neubau begonnen werden. Wenn das Gebäude im Spätsommer 2016 fertig ist, soll es neben dem Kulturamt und Räumen für die Volkshochschule auch zwei Werkstätten für Künstler beherbergen.
Direkt am Bahnhof gibt es noch eine weitere Neuheit. Dort steht jetzt ein Mobilitätszentrum der Deutschen Bahn, in dem Fahrkarten gekauft und Fahrplanauskünfte eingeholt werden können. Über einen Monitor können die Fahrgäste direkt mit einem Mitarbeiter oder einer Mitarbeiterin reden, die von Kulmbach aus zugeschaltet wird. "Vor allem ältere Fahrgäste, die nicht mehr so gut lesen können, werden in Neustadt jetzt wieder beraten", erklärte Frank Rebhan die technische Neuerung.
Auch die aktuelle Flüchtlingsproblematik kam bei der Bürgerversammlung erneut zur Sprache. Das nahm Frank Rebhan zum Anlass, sich für die neuen Bürger nochmals starkzumachen. "Eines habe ich in den letzten Monaten gelernt. Demut", sagte er. Derzeit lebten 130 Flüchtlinge in der Neustadter Frankenhalle. Frank Rebhan versicherte aber: "Keine anderen Projekte werden sich durch die aktuelle Situation verzögern."