Die IHK für Oberfranken Bayreuth hat zum 30. April einen Höchststand bei den neu eingetragenen Ausbildungsverhältnissen registriert. Bis dato sind 1448 Verträge von den Unternehmen im Kammerbezirk eingereicht worden - das bedeutet noch einmal ein kleines Plus von 0,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In den vergangenen 20 Jahren war zu diesem Zeitpunkt noch nie eine so hohe Zahl neuer Ausbildungsverhältnisse registriert worden. "Die Zahlen sprechen für unsere Unternehmen und für die Attraktivität der beruflichen Ausbildung", so IHK-Vizepräsident Hans Rebhan.
Im Landkreis Kronach war Ende April mit 123 neuen Ausbildungsverhältnissen zwar ein leichter Rückgang im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt zu verzeichnen (30. April 2015: 133), doch bis zum Start des Ausbildungsjahres wird sich noch viel tun, ist Rebhan optimistisch. Denn die Langzeitentwicklung der vergangenen zehn Jahre spricht eine deutliche Sprache: Im Jahr 2015 haben in der Region Kronach rund 37 Prozent mehr Jugendliche eine Ausbildung bei einem Mitgliedsunternehmen der IHK begonnen, als das im Jahr 2005 der Fall war - und das, obwohl die Zahl der Schulabsolventen im gleichen Zeitraum gesunken ist. "Damit verzeichnet der Landkreis Kronach von allen Regionen des Kammerbezirks den größten prozentualen Anstieg. Trotzdem ist es für die Unternehmer schon lange kein Selbstläufer mehr, die richtigen Kandidaten für ihre offenen Stellen zu finden", so Rebhan.
"Die Unternehmen würden sogar gerne noch mehr ausbilden", so Bernd Rehorz, Leiter des Bereichs Berufliche Bildung bei der IHK. "In Oberfranken konnten im vergangenen Jahr längst nicht alle Ausbildungsplätze besetzt werden." red