Der Verein "Via nova - Zeitgenössische Musik in Thüringen" veranstaltet Ende April die 18. Weimarer Frühjahrstage für zeitgenössische Musik. Das Festivalprogramm vom 19. bis 23. April verspricht ein breites Spektrum zeitgenössischer Musik und bietet sowohl renommierten Ensembles als auch vielversprechenden Nachwuchsmusikern eine Bühne.
Nahezu 20 Uraufführungen stehen auf dem Programm - dazu zählt auch ein neues Werk des in Würzburg lebenden, aus Coburg stammenden Komponisten Marcus Maria Reißenberger. Gemeinsam mit drei weiteren Komponisten ist Reißenberger Finalist des Kompositionswettbewerbs für Orchester.


Zahlreiche Einsendungen

Das Preisträgerkonzert findet am Samstag, 22. April (19.30 Uhr) im Schießhaus in Weimar statt. Die Jenaer Philharmonie spielt an diesem Abend unter der Leitung von Markus L. Frank. Höhepunkt und Abschluss der Weimarer Frühjahrstage sind jedes Jahr die Preisträgerkonzerte der internationalen Kompositionswettbewerbe für Kammermusik und Orchester. Diese werden jährlich im Vorfeld des Festivals ausgeschrieben.
Aus zahlreichen Einsendungen, die den Verein "Via nova" aus dem In- und Ausland erreichten, wählte eine internationale Jury bestehend aus Gwyn Pritchard, Giordano Bruno do Nascimento, Miro Dobrowolny, Johannes K. Hildebrandt, sowie den Wettbewerbsensembles insgesamt sieben Finalisten aus. Diese werden nach Weimar eingeladen und erhalten die Möglichkeit, ihre Werke mit den Ensembles einzustudieren und vor internationalem Publikum und der Jury zu präsentieren.
Im Anschluss an das Konzert findet die offizielle Preisverleihung im Beisein der Förderer statt. Auch das Publikum bekommt wieder die Möglichkeit, neben den Jurypreisen den Publikumspreis zu vergeben.
In Coburg war Reißenbergers Musik zuletzt im März 2015 zu hören. Unter der Leitung von Generalmusikdirektor Roland Kluttig spielte das Philharmonsiche Orchester im Kongresshaus die Coburger Erstaufführung von Reißenbergers "Schumann-Szenen".
Hinter diesem Titel verbergen sich Paraphrasen über Schumanns Klavierzyklus "Kinderszenen", den Reißenberger für Kammerorchester bearbeitet hatte.
Diese Paraphrasen, geschrieben für das "Ensemble Kontrate", wurden im Jahr 2002 in Nürnberg uraufgeführt.
Im Dezember 2005 erlebte Marcus Reißenbergers Ballettsuite "MEM 15" im Landestheater ihre Coburger Erstaufführung. ct/jb