Die Krieger- und Soldatenkameradschaft Steinberg hielt Rückblick auf ein ereignisreiches Vereinsjahr. Erneut konnte die Mitgliederzahl gesteigert werden. Die Kriegsgräber-Sammlung brachte ein Top-Ergebnis von 1278 Euro.
Bei der Jahreshauptversammlung im Gasthaus "Zum Frack" konnte Vorsitzender Johannes Baier von einem regen Vereinsleben berichten. Man habe einen großen Beitrag zur Traditions- und Heimatpflege geleistet. Großen Zuspruch fanden das öffentliche Luftgewehrschießen auf der "Melmesch-Leiten" sowie die Laser-Schießkino-Meisterschaften im "Frack". Der Dank des Vorsitzenden galt besonders Anneliese Munzer, die seit vielen Jahren für die Pflege und Bepflanzung des Ehrenmals verantwortlich zeichnet.
Schriftführer Michael Fischer verlas das Jahresprotokoll 2015, Kassierer Ernst Gerber gab einen Einblick in die Finanzlage. Kassenprüfer Jürgen Geiger bescheinigte eine einwandfreie Buchführung.
"Die beiden Weltkriege dürfen nicht in Vergessenheit geraten", mahnte Bürgermeisterin Susanne Grebner. Mit der alljährlichen Kriegsgräbersammlung trage die KSK Steinberg zum guten Ansehen der Gemeinde bei. So sah es auch Gottfried Betz, Bezirksvorsitzender der Bayerischen Kameraden- und Soldatenvereinigung (BKV), der die hervorragende Jugendarbeit lobte.
In der Versammlung wurde der verdiente Aktivposten Reinhold Baierlipp für seine fünf Jahrzehnte währende Treue ausgezeichnet. Geehrt wurden auch die langjährigen Kriegsgräbersammler Uwe Buckreus (fünf Jahre), Werner Jakob und Ernst Gerber (beide 25).
Reinhold Baierlipp war bereits 2014 mit dem BKV-Ehrenkreuz ausgezeichnet worden. "Als ich von der Bundeswehr zurückkam, wurde ich vom damaligen Vorsitzenden Andreas Förtsch angesprochen, ob ich dem Verein beitreten möchte", erinnerte sich der Steinberger. Der ausschlaggebende Grund sei für ihn die Kameradschaft gewesen. "In meinen jungen Jahren haben wir Theater gespielt, insbesondere Stücke des Mundartdichters Andreas Bauer", so der Jubilar, der sehr engagiert ist.
So vertritt er ab und an den Vorsitzenden Johannes Baier, und auch beim Ehrenzug ist er schon etliche Jahre dabei. Einen Höhepunkt in der Vereinsgeschichte stellte für ihn 1983 der Besuch des bayerischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß bei der 100-Jahr-Feier dar. Gottfried Betz überreichte ihm die Treuenadel. hs