Der Alte ist auch der Neue dies ist das Ergebnis der Wahl für einen Ortssprecher im Weismainer Stadtteil Kleinziegenfeld. Bis dies feststand, hatte Bürgermeister Michael Zapf (GUB) noch ein wenig Überzeugungsarbeit leisten müssen. Zunächst hatte dieser fast 50 Bürger aus Kleinziegenfeld und seine beiden Amtskollegen, Zweiten Bürgermeister Matthias Müller und Dritte Bürgermeisterin Julia Spörlein im Arnsteiner Gasthaus "Frankenhöhe" willkommen geheißen.

Für die Wahl zum Ortssprecher wurde wieder Reinhard Schütz vorgeschlagen. Dieser zeigte sich etwas verstimmt. Es sei in den vergangenen Jahren sehr wenig in Kleinziegenfeld geschehen. Die damaligen Probleme wie Bushaltestelle, eine Verbesserung des Bereiches Quelle, marode Kappellenmauer, Radweg, Parkplätze im Tal und neues Bauland bestehen exakt auch heute noch. Vorschläge wurden gemacht, doch leider sei nichts geschehen. Es wäre deshalb nicht schlecht, wenn jemand anderes dieses Amt ausüben würde, so Schütz. Da jedoch keiner der Vorgeschlagenen bereit war, das Amt zu übernehmen, bat der Bürgermeister nochmals Reinhard Schütz das Amt zu übernehmen, worauf dieser einwilligte.

Schütz wurde anschließend mit 33 von 39 Stimmen bei einer Stimme für Doris Kinttof, vier Enthaltungen und einer ungültigen Stimme wiedergewählt. Zapf gratulierte ihm und gab seiner Hoffnung auf eine gute Zusammenarbeit in den nächsten sechs Jahren zum Ausdruck.

Dann standen zahlreiche Fragen der Kleinziegenfelder im Mittelpunkt der Ortsversammlung. Der Bürgermeister führte aus, dass er sich in seiner relativ kurzen Amtszeit in die Geschehnisse Kleinziegenfelds, die die Stadt Weismain betreffen, eingelesen habe.

Wartehäuschen bleibt

Er erklärte, dass man die Verbesserung des Buswartehäuschens auf den Weg gebracht habe. Der Wunsch der Versammlung, dieses an seinen angestammten Platz zu belassen, werde nachgekommen. Zu einer möglichen Dorferneuerung berichtete er, dass im Moment Modschiedel und Seubersdorf für eine Dorferneuerung beim Amt für ländliche Entwicklung vorgesehen sind. Außer einem Fußgängerweg vom sogenannten Grund zur Kapelle sei momentan nicht mehr möglich, da Fortschreibung und Investitionsplan keinen weiteren Spielraum hergäben. Außerdem sei es sinnvoll, angestoßene Projekte abzuarbeiten und nicht zehn bis zwölf Jahre vor sich herzuschieben.

Die Thematik Kletterparkplatz und das Kleinziegenfelder Tal werden bei einem Landratstermin am 26. August erörtert. Danach soll ein Ortstermin stattfinden.

An der Verkehrsführung im Jura werde sich nichts ändern, solange die Umgehungen in Modschiedel und Wunkendorf nicht gebaut sind. Ortssprecher Reinhard Schütz machte darauf aufmerksam, dass die Stadt beim Thema Schnelles Internet am Ball bleiben möge. Bürgermeister Zapf verwies auf demnächst geplante Gespräche mit der Firma Reuter-Netconsulting.