Bernhard Panzer

Das Gelände für die neue Stadthalle nimmt Formen an. Wenigstens auf dem Papier, denn jetzt ist der Bebauungsplan soweit, dass der Vorentwurf abgesegnet werden kann. Damit befasst sich der Planungsausschuss am kommenden Dienstag.
Im September 2015 beschloss der Stadtrat den Bebauungsplan für die Fläche, die an der Kreuzung der Nordumgehung mit der Flughafenstraße liegt. Das Areal ist dort das einzig noch ungenutzte Quadrat. Es ist bisher landwirtschaftlich genutzt und hat eine Vielzahl an privaten Grundstücksbesitzern. Deshalb ist auch ein Umlageverfahren erforderlich, das Bürgermeister German Hacker (SPD) in einer Erläuterung zur Sitzung als langen Prozess bezeichnete.
Aus der Zukunftswerkstatt entstand damals der Auftrag, auf dem Gelände eine bauliche Entwicklung zu ermöglichen. Auslöser war der vorgesehene Bau einer Stadthalle. Aber auch Gewerbe sollte ansiedeln und das Wohngebiet nördlich der Ringstraße erweitert werden.
Gegenüber den ersten Vorplanungen hat sich laut Hacker nun einiges verändert. Aus dem Gewerbegebiet direkt an der Nordumgehung wurde ein eingeschränktes Gewerbegebiet, die neue Fläche des am südlichen Ende gelegenen allgemeinen Wohngebiets ist etwas kleiner geworden als beabsichtigt.
Neu ist, dass dort jetzt eine Fläche frei gehalten wird für den Neubau einer Kindertagesstätte. Möglicherweise möchte der nahe liegende Montessori-Kindergarten dort neu bauen, meinte Hacker. Der Bedarf für eine Vergrößerung sei jedenfalls gegeben. Die Stadthalle rückt direkt in das Eck zwischen Nordumgehung und Flughafenstraße. Die Fläche trägt jetzt die Bezeichnung "Kulturelle Zwecke".


Busse und die Stub

Vorgesehen ist im Entwurf auch ein Streifen entlang der Flughafenstraße für Verkehrszwecke. Dort könnten einmal Busse warten, um Passagiere der ebenfalls dort entlang fahrenden Stadtumlandbahn aufzunehmen und weiter zu transportieren. "Das ist die letzte Chance für einen Übergabepunkt ÖPNV", sagte Hacker.


Öffentliche Präsentation

Sicherlich werden die Planung nach Ansicht des Bürgermeisters viel Diskussionsstoff in der Öffentlichkeit geben. Daher ist auch eine Informationsveranstaltung vorgesehen, in der die Pläne präsentiert werden sollen. Gedacht sei diese für Grundstückseigentümer, Anwohner und Interessierte.
An der gewerblichen Nutzung im oberen Bereich müsse und wolle man festhalten, sagte Hacker. Wohnen wäre dort schon wegen des Lärms der Umgehungsstraße und der benachbarten Gewerbegebiete gar nicht erlaubt. Auch die Stadthalle respektive der Autoverkehr mache Lärm.
Eine erste Diskussion werden die Änderung des Flächennutzungsplans und der Entwurf des Bebauungsplans am kommenden Dienstag um 17 Uhr erfahren. Die Sitzung ist öffentlich.