Nicht nur die GT-World-Challenge feierte mit der Sprint-Serie ihre Premiere auf der ehemaligen Formel-1-Rennstrecke von Magny Cours, auch für Audi-Sport-Pilot Christopher Haase war es der erste Auftritt auf dem anspruchsvollen Kurs. Bereits nach dem Training hatte die Strecke das Herz des Kirchleusers erobert: "Eine wunderschöne Strecke, anspruchsvoll, schnell, einfach toll. Ich hoffe sehr, dass wir bald wieder dort fahren, für den GT3-Sport eine absolute Bereicherung."

Das Rennwochenende entwickelte sich für das Team von Sainteloc-Racing dann auch äußerst positiv, wenngleich Haase und sein Fahrerkollege, der junge Franzose Arthur Rougier, die letzten zwei Zehntel im Set-up erst vor dem zweiten Rennlauf am Sonntag fanden: "Wir waren von Beginn an wirklich gut dabei, aber es hätte besser sein können. Im Qualifying von Arthur für das Samstagsrennen hat sich das am deutlichsten ausgewirkt, da waren die Zeitabstände so gering, dass wir mit einer um zwei Zehntel besseren Performance nicht auf Startplatz 8 sondern in der zweiten Startreihe gestanden wären."

Das Rennen selbst lief für das Audi-Duo bestens, die Ziellinie überquerten sie auf Rang 5. "Leider haben wir dann eine 20-Sekunden-Strafe bekommen, weil Arthur am Start ein anderes Auto berührt hatte", so Haase, womit letztlich nur die Punkte für den neunten Platz gutgeschrieben wurden.

Das zweite Qualifying wurde von Haase bestritten, er positionierte den Audi R8 LMS dabei auf Startplatz 4, das Schwesterauto von Sainteloc-Racing eroberte sogar die Pole-Position. "Auch da war das Set-up noch immer nicht optimal, für das Rennen haben wir allerdings den entscheidenden Schritt gemachen und das Auto perfekt abgestimmt. Am Start behielt ich Platz 4 und bemerkte gleich, dass das Auto richtig gut ist. Ich würde sogar sagen, wir hatten das beste Auto im Feld, und die Chance auf ein Podium-Finish. Dafür war auch unsere Strategie anders als die der direkten Mitbewerber. Beim Boxenstopp wollten wir den Sprung in die Top Drei schaffen, aber leider ging der Reifenwechsel daneben und am Ende fanden wir uns auf Platz 5 wieder. Danach war Überholen nicht mehr drin, also blieb es bei Rang 5", fasst Christopher Haase den zweiten Rennlauf zusammen: "Es war trotzdem ein gutes Wochenende und unser Schwesterauto gewann sogar. Kommendes Wochenende geht's im ADAC-GT-Masters weiter, dort starte ich in Hockenheim mit Max Hofer für die Mannschaft von Land-Motorsport." mw