Gemeinsam mit der ev.-luth. Kirchengemeinde Strössendorf/Altenkunstadt lädt die CHW-Bezirksgruppe Burgkunstadt/Altenkunstadt am Samstag, 28. Oktober, nach Strössendorf in die St.-Katharina-Kirche ein.
Bereits um 15 Uhr werden die Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins mit Bürgermeister Robert Hümmer im Schlosspark eine Linde pflanzen, und um 16 Uhr beginnt in der Kirche der Vortrag von Bezirksheimatpfleger Günter Dippold: Die Reformation fasste auch da Fuß, wo der Bamberger Bischof als Fürst die landesherrliche Gewalt ausübte. Altenkunstadt hatte sogar von 1553 bis 1574 einen evangelischen Pfarrer. Weit länger bekannten sich die Menschen im ausgedehnten Pfarrsprengel zum evangelischen Glauben, bis die Gegenreformation die Mehrzahl von ihnen zum Glaubenswechsel zwang. Da aber die Ritterschaft reichsunmittelbar war und über den Glauben ihrer Untertanen selbst gebieten konnte, blieben die adligen Orte evangelisch. Am augenfälligsten ist das Beispiel Strössendorf, wo die Herren von Schaumberg seit dem späten 16. Jahrhundert einen lutherischen Schlossprediger hatten. Durch das Wirken eines evangelischen Geistlichen im Sprengel der katholischen Pfarrei Altenkunstadt war für Konfliktstoff gesorgt. Der Referent spürt der regionalen Kirchengeschichte von der Vorgeschichte der Reformation bis weit ins 17. Jahrhundert hinein nach. Musikalisch untermalt wird der Vortrag vom evangelischen Kirchenchor. Alle Mitglieder und Freunde des CHW sind herzlich eingeladen, der Vortrag ist kostenfrei. red