Marco Meissner Steinbach am Wald ist ein Paradebeispiel. Teuschnitz genauso. Kronach wird's bald werden. Die Bilanz des Demografie-Kompetenzzentrums von Oberfranken Offensiv mit Sitz in Kronach fällt sehr positiv aus. Mit Projekten wie Smartspace, der Arnikastadt oder den kommenden Hochschulen tragen die beispielhaft genannten Frankenwaldgemeinden einen großen Teil dazu bei, dass die Region gute Schlagzeilen produziert. Viele weitere Ortschaften tun es ihnen gleich.

Viele solcher Denk- und Projektansätze sollen den Bezirk auf eine erfolgreiche Zukunft ausrichten. Dass sie dabei trotz aller Unterschiedlichkeit zu einem harmonischen Ganzen führen, stellte Frank Ebert am Donnerstag fest. Da hatte der Geschäftsführer von Oberfranken Offensiv zu einer Videokonferenz mit Vertretern der Projekte und Fachleuten eingeladen.

Stolz auf die Region

"Wir können eine Klammer bilden für das breite Engagement in Oberfranken. Und wir tun das in einer sehr zeitgemäßen Art", versicherte Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz, zugleich Vorsitzende von Oberfranken Offensiv. Das zeige sich auch daran, wie schnell in Corona-Zeiten auf digitale Wege umgeschwenkt worden sei. Deshalb möchte Piwernetz, dass die Menschen in der Region mit breiterer Brust auftreten, denn sie hätten allen Anlass dazu: "So schön Begriffe wie ,Hidden Champion‘ (heimlicher Gewinner; Anm. d. Red.) sind, müssen wir doch langsam mal das ,Hidden‘ streichen!"

Wie Menschen oder ganze Gemeinden aus der Deckung kommen und offensiv ihre Zukunft gestalten können, zeigte eine Einspielung über Steinbach am Wald. Dort wird das Pilotprojekt Smartspace Oberfranken realisiert. Dessen Ziel ist es, auf Augenhöhe mit der Jugend und mit deren Kommunikationsmitteln die Themen der jungen Leute aufzugreifen.

"Die Jugend ist die Zukunft unserer Gemeinde und der Region", erklärte Bürgermeister Thomas Löffler, dass ihre Meinung gehört und die jungen Leute mitgenommen werden müssten. Steinbach wolle sich deswegen mit der Jugend vernetzen. "Wir sind auf einem guten Weg. Das Interesse ist da."

Eine Weichenstellung ist laut Ebert auch die Dezentralisierung in der Bildung. Dass Kulmbach und Kronach jeweils einen Campus bekommen, bietet seiner Ansicht nach große Chancen. Das bestätigte Stefan Leible, Präsident der Universität Bayreuth. Er stellte aber klar, dass zum Erfolg einer solchen Einrichtung ein gutes Image der gesamten Region maßgeblich beiträgt. "Wir versuchen die besten Studierenden und Wissenschaftler zu rekrutieren", so Leible. "Die orientieren sich natürlich einerseits am Ranking der Universität, aber sie wollen auch wissen, wo sie hingehen. Das ist nicht anders als in der Wirtschaft."

Schließlich nannte Ebert ein von Oberfranken Offensiv mit seinem Demografie-Kompetenzzentrum initiiertes Projekt, das sich bundesweit zum größten Netzwerk seiner Art entwickelt hat - die Mitfahrbänke, die es auch im Kreis Kronach gibt. Rund 200 stehen bereits in der Region. Nachfragen zu diesem beispielhaften Konzept kommen aus ganz Deutschland. Deshalb soll das Projekt unbedingt weitergeführt und stetig nachgebessert werden.