Jetzt starten die Luftbeobachter auch wieder ab dem Verkehrslandeplatz in Haßfurt: Auf Grund der in ganz Unterfranken zwischenzeitlich anhaltenden allgemeinen Trockenheit und der aktuell extrem hohen Temperaturen weit über 30 Grad bei sehr langer Sonnenscheindauer ordnet die Regierung von Unterfranken im Einvernehmen mit dem regionalen Waldbrandbeauftragten der Bayerischen Forstverwaltung für das Wochenende am Samstag, 27., und Sonntag, 28. August, die Luftbeobachtung an. In einer Mitteilung weist die Pressestelle der Regierung in Würzburg auf diese Maßnahme der vorbeugenden Waldbrandbekämpfung für den gesamten Regierungsbezirk hin.
In Unterfranken besteht nach den aktuellen Wettervorhersagen und dem Waldbrandgefahrenindex flächendeckend hohe Waldbrandgefahr, mit steigender Tendenz zu sehr hoher Waldbrandgefahr. Flächendeckend hohe Gefahr besteht auch nach dem Graslandfeuerindex. Es bedeutet, dass auf offenem, nicht abgeschattetem Gelände mit abgestorbenen Wildgräsern ohne grünen Unterwuchs schnell ein Feuer um sich greifen kann; in Teilen des Regierungsbezirks herrscht hier schon sehr hohe Gefahr.
Die vorbeugende Luftbeo bachtung findet laut Regierungsmitteilung in den Nachmittagsstunden zu den höchsten Gefährdungszeiten statt. Die Befliegung mittels ausgebildeter Luftbeobachter erfolgt in Unterfranken auf zwei Routen. Die Beobachtungsflugzeuge starten bei der so genannten Westroute von den Flugplätzen Mainbullau und Hettstadt. Bei der so genannten Ostroute werden die Flugplätze Bad Neustadt an der Saale und Haßfurt genutzt. Im Rahmen der Luftbeobachtung achten die Luftbeobachter auch auf Auffälligkeiten in Sachen Borkenkäferbefall. Die Verkehrsbeobachtung zum Ende der Sommerferien in drei Bundesländern bildet einen zweiten Einsatzschwerpunkt für alle Luftbeobachter.
Die Regierung richtet sich aber auch direkt an die Bevölkerung: Auf Grund des sommerlichen Wetters und der andauernden Sommerferien ist mit einer erhöhten Zahl von Ausflüglern in der Natur zu rechnen. Die Bevölkerung wird dringend gebeten, in Waldgebieten äußerste Vorsicht walten zu lassen und keinesfalls mit offenem Feuer zu hantieren oder zu rauchen.
Die Regierung von Unterfranken trägt die Einsatzkosten aus Mitteln des Katastrophenschutzfonds. red