Kreis Haßberge — Wer Kaninchen gewerbsmäßig hält, muss bestimmte Regeln beachten. Darauf weist das Veterinäramt Haßberge aus gegebenem Anlass hin. Bei Kontrollen ist eine teilweise unsachgemäße Haltung aufgefallen. Die Teilbehörde des Landratsamtes verlangt mehr Tierschutz.
Die Kaninchen-Verordnung sieht strenge Anforderungen an die Haltung, Betreuung und Pflege vor. Das betrifft beispielsweise die Mindestgröße, die Bodengestaltung und die Strukturierung der Haltungseinrichtungen. So muss den Tieren laut Amt eine strukturierte Fläche mit unterschiedlichen Funktionsbereichen (Aktivitätsbereich, Ruhebereich, Rückzugsmöglichkeit) angebo-ten werden, die für kaninchentypische Verhaltensweisen (etwa Hoppelsprünge, Sich-Aufrichten, ausgestrecktes Liegen in Seitenlage) genutzt werden kann.
Die Tierhalter müssen laut Verordnung die Tiere mindestens zwei Mal pro Tag in Augenschein nehmen, um festzustellen, ob sie krank oder verletzt sind. Außerdem müssen Kaninchenhalter ihre Sachkunde im Umgang mit Kaninchen nachweisen.
Von dieser Regelung betroffen sind diejenigen Rasse- und Hobbykaninchenzüchter, die ihre Tiere vorwiegend zu Erwerbszwecken halten. Von einem Erwerbszweck geht die Behörde in der Regel aus, wenn die Haltung und/oder Zucht der Kaninchen über die Nutzung zum eigenen Bedarf hinausgeht. Weitere Informationen gibt das Veterinäramt unter verbraucher-schutz@hassberge.de, Ruf 09521/27138. red