Der Winterdienst ist für Fuhrunternehmen unattraktiver geworden, und das hat vor allem personelle Gründe.
Rudolf Panzer stellt mit seiner Firma im bevorstehenden Winter das einzige Fremdfahrzeug, das auf den Kreisstraßen im Einsatz ist. Drei Personen sind dafür eingeplant. Den durch den Rückzug eines anderen Unternehmens frei gewordenen Streubezirk hätte er übernehmen wollen, musste aber passen. Die Bereitschaft für einen Dienstantritt nachts um 3 Uhr sei gesunken, sagt er - zumal das Bereitschaftsgeld "nicht berauschend" sei. Mitarbeiter, die nachts fahren, fehlen am Tag. Die Fahrersituation sei allgemein schlechter geworden, Aushilfen seien wesentlich schwieriger zu bekommen. Das liegt zu einem großen Teil am Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz.