Der VfL Frohnlach und der FC Coburg stecken in der Fußball-Landesliga Nordwest immer noch in der Klemme. Die schwachen Leistungen während der Vorrunde haben Spuren hinterlassen. Und ein Blick auf die aktuelle Tabelle belegt die Krise auch mit Zahlen. Beide Klubs aus dem Spielkreis Coburg schweben in akuter Abstiegsgefahr.

Das war in dieser Form so nicht zu erwarten. Grund: Beide Kollektive sind bestückt mit guten Kickern. Ein einstelliger Tabellenplatz war für die "Blauen" ebenso wie für die "Roten" ein realistisches Ziel. Doch irgendwie steckt der Wurm drin - vor allem beim FC Coburg. Und das nicht nur - wie unser kleines Foto (rechts) zeigt - erneut im Rasen des Dr.-Stocke-Spielfeldes.

Sonntag, 16 Uhr:

Vatan Spor Aschaffenburg - FC Coburg

Die Mannschaft von Interimscoach Frederic Martin muss am Sonntag beim Tabellenführer in Aschaffenburg antreten. Eine auf den ersten Blick schier unlösbare Aufgabe, doch wer das Spiel des Ligaprimus letzte Woche beim SV Memmelsdorf gesehen hat, kommt zu der abgedroschenen Erkenntnis, dass jeder Gegner schlagbar ist. Die Truppe um Spielertrainer Peter Sprung ließ im Bamberger Raum nämliche sämtliche Qualitäten einer Spitzenmannschaft vermissen und verlor das Spiel völlig zu Recht.

Und wie man gegen vermeintlich spielerisch überlegene Teams zu Werke gehen muss, haben die Vestekicker letzten Samstag zu Hause gegen den SV Alemannia Haibach zumindest 50 Minuten lang gezeigt. Da wurde gekämpft, gerackert und stellenweise sogar schön kombiniert. Der Lohn war eine hochverdiente 1:0-Führung. Dass danach trotz Überzahl der Faden völlig riss und die Partie noch mit 2:3 in die Hosen ging, ist ein Zeichen fehlender Konstanz und mangelnden Selbstvertrauens.

Das weiß auch Martin:"Es ist natürlich eine denkbar schwere Aufgabe auswärts beim Tabellenführer, aber wir müssen als Mannschaft kompakt auftreten. So wie uns das gegen Haibach 50 Minuten gelungen ist. Wir müssen die Leistung der ersten Halbzeit über 90 Minuten abrufen, dann haben wir auch in Aschaffenburg eine Chance."

Probleme in der Viererkette

Personell ist die Lage bei den Vestekickern momentan angespannt: Hinter den Einsätzen von Daniel Alles, Daniel Kimmel und Max Weinreich - gleich drei gestandene Spieler für die Viererkette - sowie "Flügelflitzer" Fabian Carl und Youngster Marlon stehen Fragezeichen. Trotzdem gibt sich Martin kämpferisch: "Unser Ziel ist ganz klar, wir wollen natürlich auch in Aschaffenburg etwas Zählbares mit nach Hause nehmen." oph

Samstag, 15 Uhr

VfL Frohnlach - DJK Schwebenried/Schw.

Vielleicht sollten die Frohnlacher Landesliga-Kicker ihr Abschlusstraining öfters einmal bei ihrem Partnerverein TBVfL Neustadt/Wildenheid machen. Denn letzte Woche trainierten die "Blauen" am Freitagabend in Wildenheid, bekamen von den Gastgebern anschließend ein leckeres Kirchweih-Essen, um am nächsten Tag endlich ihre Negativserie zu beenden.

"Wir müssen da weitermachen, wo wir letzte Woche in Röllbach aufgehört haben. Die Mannschaft hat defensiv endlich mal absolut kompakt gestanden und wenig zugelassen. Allerdings müssen wir immer hochkonzentriert bleiben und eigene Fehler vermeiden, da diese in einer starken Liga wie der Landesliga Nordwest immer zu Chancen für die andere Mannschaft führen", sieht der sportliche Leiter des VfL Frohnlach, Christian Tremel, sein Team auf dem richtigen Weg, fordert aber 100-prozentige Konzentration.

Personell sieht es beim VfL weiterhin mehr als positiv aus. Bis auf Michael Jakob und Ertan Sener, die beide derzeit nicht regelmäßig vor Ort sind, sind alle Spieler an Bord. Ob Spielertrainer Bastian Renk der alten Weisheit "Never change a winning Team" folgt, vermag Tremel aber am Vortag des Matches gegen die Fusionsmannschaft aus dem Werntal nicht zu sagen.

Besonderes Augenmerk wird der VfL auf den Torjäger der Unterfranken, Manuel Kühlinger, legen. Seit zwei Jahren hat Schwebenried/Schwemmelsbach nicht mehr verloren, wenn Kühlinger getroffen hat. gw