Zum Artikel ,,Umstrittenes Gewerbegebiet" vom 29. Juli:

Am Dienstag, den 27. Juli, fand vor der Gemeinderatssitzung zur Vorstellung interessierter Firmen im geplanten Gewerbegebiet (GWG) Nord eine friedliche Demonstration der Gegner dieses Gewerbegebietes statt. Anschließend nahm ein Teil der Demonstranten die Möglichkeit wahr, den öffentlichen Teil der Gemeinderatssitzung mit zu verfolgen. Die Stimmung im Saal empfand ich als sehr spannungsgeladen. Gleich zu Beginn äußerte Bürgermeister Schneider, dass die Demonstration zwar legitim, aber für ihn sehr befremdlich sei. Diese Bemerkung empfand ich wiederum als sehr befremdlich. Nach der Firmenvorstellung kam es zu unschönen verbalen Angriffen von Gemeinderatsmitgliedern gegenüber der Vertreterin der Bürgerliste Zukunft Himmelkron (BZH). Nun sitzen im Gemeinderat vier Mitglieder der BZH, die gegen dieses geplante Gewerbegebiet kämpfen. Diese Fraktion hat durchaus ihre Anhänger und es ist auch bekannt, dass der Bürgerentscheid 2019 sehr knapp ausgegangen ist. Die zunehmend aggressiven Beiträge der Gemeinderäte, wobei ein Herr durch das völlige Verlieren der Contenance hervorstach, versuchte Bürgermeister Schneider zu unterbinden, wollte er doch das Ansehen der Gemeinde wahren. Dies tat er leider viel zu spät.

Herr Schneider hat in den letzten Jahren viel für Himmelkron getan - mit Hilfe vieler Bürger. Aus dem kleinen beschaulichen Himmelkron ist ein Ort mit vielen Möglichkeiten und drei großen Gewerbegebieten geworden. Ich wünsche mir, dass der Ton im Himmelkroner Rathaus, wenn es um das Gewerbegebiet Nord geht, sachlicher wird und Bürgermeister Schneider seine mir bekannte Neutralität bewahrt. Eine Interessentin hat mit martialischen Abschlussworten mit Blickrichtung Bürgermeister Schneider gesagt: "Man muss einfach miteinander reden".

Marika Brückner, Himmelkron