Die Kulmbacher Adalbert-Raps-Stiftung hat sich zum Ziel gesetzt, die gesellschaftliche und soziale Teilhabe in der Region zu stärken. Neueste Initiative ist die Förderausschreibung "Rikschas für Oberfranken", die mit Unterstützung des Vereins Radeln ohne Alter Deutschland ins Leben gerufen wurde.

Die Idee dahinter: Sozial engagierte Rikscha-Fahrer unternehmen mit mobilitätseingeschränkten Menschen Ausflüge in die nahe Umgebung. Gemeinnützige Organisationen, die von dem Konzept profitieren möchten, können sich noch bis zum 31. August bei der Adalbert-Raps-Stiftung um einen von maximal 13 geförderten Rikscha-Standorten bewerben.

Ein echter Mehrwert

Dass ein Rikscha-Angebot einen echten Mehrwert bringt, beweist die Nutzung der besonderen Fahrzeuge in den Seniorenzentren von Litzendorf und Memmelsdorf vor den Toren Bambergs. So simpel die Idee klingt, so groß ist die soziale Wirkung. Mobilitätseingeschränkte Personen erhalten die Möglichkeit, mit anderen Menschen und der Umwelt in Austausch zu treten und erleben sich wieder als Teil der Gesellschaft. Damit einhergehend erlangen sie ein Stück mehr Lebensqualität. Die Rikscha-Ausflüge schaffen gemeinsame Glücksmomente, ermöglichen den Austausch von Lebensgeschichten und geben den Passagieren das Gefühl, ihren Alltag aktiv gestalten zu können. Nicht zuletzt wirkt sich das natürlich auch auf ein verbessertes gesundheitliches Wohlbefinden aus. Denn die Rikscha-Touren wirken der Vereinsamung und dem Gefühl des Ausgeschlossen seins entgegen.

Die Kulmbacher Adalbert-Raps-Stiftung will das Konzept in ganz Oberfranken verbreiten. Aus diesem Grund sucht sie in den 13 Landkreisen und kreisfreien Städten jeweils eine Organisation, die Lust hat, mit einer eigenen Rikscha mobilitätseingeschränkte Personen mehr Lebensqualität zu schenken.

Die ausgewählten Standorte werden nicht nur mit einer eigenen Rikscha ausgestattet, sie erhalten auch weitere wichtige Unterstützung. Hierzu zählen Informationen zum nötigen Versicherungsschutz, eine Qualifizierung der Engagierten inklusive der Bereitstellung von Schulungsunterlagen, Workshops zur Akquise von Freiwilligen sowie der Zugang zum Netzwerk "Rikschas für Oberfranken", einer Plattform zum Erfahrungsaustausch.

Begleitet wird das Ganze vom Verein Radeln ohne Alter Deutschland und von den Koordinierungsbeauftragten für bürgerschaftliches Engagement in den Landratsämtern.

Organisationen, die sich bewerben wollen, müssen sicherstellen, das eine feste Ansprechperson und die Bereitschaft zur langfristigen Umsetzung des Projekts vorhanden sind. Außerdem ist die Teilnahme an den Workshops gewünscht.

Sie können sich bewerben

Bewerben können sich Senioren- und Pflegeheime, Einrichtungen der Behindertenhilfe, Wohlfahrtsverbände, Kirchengemeinden und Vereine, Städte und Gemeinden, aber auch Interessensgemeinschaften oder Privatpersonen, die eine Rikscha betreiben möchten und bereit sind, dazu einen Verein zu gründen oder sich an bestehende Organisationen anzudocken.

Nach der Auswahlphase vom 1. bis 15. September werden die ausgewählten Einrichtungen informiert, anschließend ist eine gemeinsame Auftaktveranstaltung geplant.

Alle Informationen zur Förderausschreibung sowie das Bewerbungsformular finden Interessierte jederzeit im Internet unter der Adresse www.raps-stiftung.de. red