Die Zahlen der Raiffeisenbank Hollfeld-Waischenfeld-Aufseß für das Jahr 2015 seien trotz widriger Rahmenbedingungen gut ausgefallen, sagte Vorstandsmitglied Hans Hofmann in seinem Geschäftsbericht auf der Vertreterversammlung der Raiffeisenbank Hollfeld-Waischenfeld-Aufseß.
Die Bilanzsumme sei kräftig um 4,5 Prozent auf 151,1 Millionen Euro gestiegen. Die Steigerung der Kundeneinlagen habe sogar 4,8 Prozent erreicht. Beide Zahlen liegen über dem Durchschnitt der Bayerischen Genossenschaftsbanken.
Auch das Kreditgeschäft zeige sich mit 15,2 Millionen Euro Kreditneuausreichungen gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert. Die Steigerung liege bei 4,9 Prozent.
Der Trend im Versicherungsgeschäft zeige im letzten Jahr ebenfalls nach oben. 175 Lebensversicherungsverträge mit einer Versicherungssumme von 4,7 Millionen Euro seien bei der Versicherungsabteilung der Raiffeisenbank Hollfeld-Waischenfeld-Aufseß abgeschlossen worden.
7,2 Millionen Euro Bausparsumme bei 268 Neuverträgen wurden gezeichnet. Der Bauboom sei ungebremst und "wirkt sich deutlich auf unser Geschäft aus".


Minimale Ergebnisverbesserung

"Trotz deutlicher Volumensteigerung konnte beim Betriebsergebnis keine größere Steigerung erreicht werden. Wir sind aber mit der minimalen Ergebnisverbesserung von 0,01 Prozent oder 48 000 Euro gegenüber dem Vorjahr mehr als zufrieden." Der Wermutstropfen komme allerdings bei der Vorrechnung für das laufende Jahr: "Ein deutlicher Rückgang wird uns auf Grund der stark gesunkenen Zinsen ereilen. Wir haben uns auf harte Zeiten einzustellen." Der Aufsichtsrat und der Vorstand der Bank schlugen deshalb vor, den größten Teil des Gewinns in die Rücklagen zu stecken und nur eine Dividende von zwei Prozent auszuschütten. Die Kommunen dürfen sich über 185 000 Euro Gewerbesteuer freuen, bei einem ausgewiesenen Bilanzgewinn von 151 000 Euro.


Zukunftschance

Electronic Banking habe seit Jahren einen steigenden Stellenwert bei der Raiffeisenbank, berichtet Vorstandsmitglied Peter Lang und sieht die Entwicklung auch als Chance. Allerdings habe sie zu geänderten Öffnungszeiten der Filiale geführt.
Der Bezirkspräsident des Genossenschaftsverbands Oberfranken, Gregor Scheller, ehrte Aufsichtsratsvorsitzenden Ludwig Bäuerlein. Scheller überreichte die höchste Auszeichnung im Genossenschaftssektor, die goldene Ehrennadel des Deutschen Raiffeisenverbands. Bäuerlein ist seit 40 Jahren im Aufsichtsrat der Genossenschaft, davon über 25 Jahre als Vorsitzender.
Jetzt scheidet Ludwig Bäuerlein wegen Erreichens der Altersgrenze satzungsgemäß aus dem Gremium aus. Stefan Linhardt aus Hannberg dagegen wurde in den Aufsichtsrat wiedergewählt. red