Seit 2008 treten deutschlandweit Kommunalpolitiker und Bürger für mehr Klimaschutz und Radverkehr in die Pedale. Herzogenaurach ist vom 19. September bis 9. Oktober 2020 wieder mit von der Partie. In diesem Zeitraum können alle, die in Herzogenaurach leben, arbeiten, einem Verein angehören oder eine Schule besuchen bei der Kampagne Stadtradeln des Klima-Bündnis mitmachen und möglichst viele Radkilometer sammeln.

Anmelden können sich Interessierte unter stadtradeln.de/herzogenaurach. Stadtradeln war, wie jedes Jahr, ursprünglich im Mai geplant und wurde aufgrund der damals geltenden corona-bedingten Ausgangsbeschränkungen in den Herbst verschoben. Erster Bürgermeister German Hacker ist selbst begeisterter Radfahrer: "Ob auf dem Weg zur Arbeit, oder zur Schule, zum Einkaufen oder in der Freizeit: Radfahren macht Spaß und bringt uns nicht nur schnell und günstig vorwärts, sondern trägt aktiv zum Klimaschutz bei. Deshalb nehme auch ich innerorts am liebsten das Fahrrad."

Bei dem Wettbewerb geht es um Freude am Fahrradfahren und tolle Preise, aber vor allem darum, möglichst viele Menschen für das Umsteigen auf das Fahrrad im Alltag zu gewinnen und dadurch einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Etwa ein Fünftel der klimaschädlichen Kohlendioxid-Emissionen in Deutschland entstehen im Verkehr, sogar ein Viertel der CO2 -Emissionen des gesamten Verkehrs verursacht der Innerortsverkehr. Wenn circa 30 Prozent der Kurzstrecken bis sechs Kilometer in den Innenstädten mit dem Fahrrad statt mit dem Auto gefahren würden, ließen sich etwa 7,5 Millionen Tonnen CO2 vermeiden.

Jeder kann ein Stadtradel-Team gründen bzw. einem beitreten, um beim Wettbewerb teilzunehmen. Dabei sollten die Radelnden so oft wie möglich das Fahrrad nutzen. Als besonders beispielhafte Vorbilder sucht Herzogenaurach auch "Stars", die in den 21 Tagen der Aktion kein Auto von innen sehen und komplett auf das Fahrrad umsteigen. Während der Aktionsphase berichten sie über ihre Erfahrungen als Alltagsradler in einem Blog.

Aktives Zeichen setzen

Hacker hofft auf eine rege Teilnahme aller Bürger und Stadträte, um dadurch aktiv ein Zeichen für mehr Klimaschutz und mehr Radverkehrsförderung zu setzen.

Besonders aufgerufen sind die Mitglieder der Kommunalparlamente, als Vorbild für den Klimaschutz in die Pedale zu treten und sich für eine verstärkte Radverkehrsförderung einzusetzen. Im Team mit den Bürgern sollen sie möglichst viele Fahrradkilometer für ihre Kommune sammeln. Die Kampagne will Bürger für das Radfahren im Alltag sensibilisieren sowie die Themen Fahrradnutzung und Radverkehrsplanung stärker in die kommunalen Parlamente einbringen.

Seit 2017 können auch Städte, Gemeinden und Landkreise außerhalb Deutschlands die Kampagne an 21 zusammenhängenden Tagen zwischen Mai und September durchführen. Es gibt Auszeichnungen und hochwertige Preise zu gewinnen - vor allem aber eine lebenswerte Umwelt mit weniger Verkehrsbelastungen, weniger Abgasen und weniger Lärm.