Eine sehr erfolgreiche Mountainbike-Saison haben Kerstin, Yvonne und Uwe Kuhnlein krönen. Sie holten zusammen mit dem Rattelsdorfer Sascha Liebrenz bei der Weltmeisterschaft in Weilheim beim Zwölf-Stunden-Rennen im Vierer-Mixed den Titel für den RVC Trieb.
Obwohl ein Mixed-Team normalerweise aus drei Männern und einer Frau besteht, entschlossen sich das RVC-Quartett, mit zwei Frauen an den Start zu gehen. Vor dem Rennen wurde ihnen von der Konkurrenz noch nicht viel Beachtung geschenkt, was sich dann aber schnell ändern sollte.
Sascha Liebrenz, der die Startrunde fuhr, setzte sich gleich gut in Szene und fuhr einen Vorsprung auf die Konkurrenz heraus. Uwe Kuhnlein baute in der zweiten Runde diesen Vorsprung auf drei Minuten aus. Kerstin Kuhnlein hielt in der dritten Runde den Abstand und wechselte an Tochter Yvonne. Nachdem diese mit dem gleichen Vorsprung ihre Runde beendet hatte, war klar, dass das Trieber Quartett in Führung lag und diese bis zum Ende des Rennens nicht wieder abgab.
Aufgrund des schlechten Wetters mit Regen und Kälte war die Strecke innerhalb kürzester Zeit extrem aufgeweicht und musste während des Rennens mehrmals verändert werden. Es war eine Herausforderung für Mensch und Maschine, und eines war schnell klar: Nur wer ohne großen technischen Defekt oder Sturz durchkommt, wird Erfolg haben. "Wir mussten also unser Hirn einschalten und mit Verstand fahren - in den matschigen Abfahrten mit kontrollierter Offensive und bei den Anstiegen voll auf Angriff", erzählte Kerstin Kuhnlein nach dem Rennen.


Sensation ist perfekt

Mit dieser Einstellung wurde Runde für Runde der Vorsprung ausgebaut. Als wegen Starkregen und Dunkelheit das Rennen nach zehneinhalb Stunden beendet wurde, war die Sensation perfekt. Mit einer Runde Vorsprung gewannen zwei Männer und zwei Frauen, die für den RVC Trieb starteten, mit insgesamt 28 Runden die Mountainbike-Weltmeisterschaft im Mixed. Wie stark die vier gefahren waren, zeigte sich im direkten Vergleich mit der Männer-Konkurrenz. Sogar hier wären sie Zweiter geworden.
Endstand: 1. RVC Trieb (28 Runden), 2. Team Baier Landshut (27 Runden), 3. Team Imnauer.de (26 Runden).
Um einen solchen Erfolg erringen zu können, ist natürlich hartes Training und viel Ehrgeiz notwendig. Die drei Steinwiesener trainieren auch im Winter und im Frühjahr im Freien und fahren an den Wochenenden stundenlang bei Wind und Wetter so genannte "Grundlagen-Kilometer". Zusätzlich gibt es unter der Woche Bergintervall-Training. Im Schnitt wird fünfmal in der Woche trainiert.
Wie gut Kerstin, Yvonne und Uwe Kuhnlein (alle vom Team Sirius Sporthaus Erhardt) und Sascha Liebrenz (Team Messingschlager) die ganze Saison gefahren sind, zeigt sich an den Ergebnissen. Bei zusammen 29 Starts standen sie 25-mal auf dem Podest, davon 15 Siege. "Wir hatten alle vier eine sensationelle Saison", freut sich Kerstin Kuhnlein zu Recht. sd