Vier Persönlichkeiten aus dem Landkreis Kulmbach hat Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz im Landratssaal der Regierung von Oberfranken ausgezeichnet. Stefan Schaffranek aus Kulmbach erhielt die vom bayerischen Innenminister Joachim Herrmann verliehene Medaille für besondere Verdienste um die kommunale Selbstverwaltung in Silber. Die kommunale Verdienstmedaille in Bronze wurde den Bürgermeistern Werner Burger aus Grafengehaig, Günther Hübner aus Harsdorf und Franz Uome aus Marktleugast zuteil.

Stefan Schaffranek gehöre seit 37 Jahren dem Stadtrat und dem Kreistag Kulmbach an. Konstruktiv und aufgeschlossen vertrete er die Interessen der Bürger. Sachkundig und zielstrebig trage er dazu bei, die Lebensbedingungen in der Region zu verbessern. Piwernetz hob auch das große Engagement des Geehrten als langjähriger Zweiter Bürgermeister der Stadt Kulmbach hervor. Nachdrücklich haben er sich immer wieder dafür eingesetzt, touristische Anziehungspunkte zu schaffen. Beispiele hierfür sind das neueingerichtete Naherholungszentrum am Rehberg und die neue Brücke am Zusammenfluss des Roten und des Weißen Mains. Ein wichtiges Anliegen sei ihm schließlich die Revitalisierung der Kulmbacher Innenstadt. "Projekte wie die Beleuchtung historischer Gebäude oder eines Christbaums auf der Plassenburg gehen ebenfalls auf Ihre Anregung zurück."

Franz Uome setze sich seit über 30 Jahren mit großem persönlichem Engagement für die Belange des Marktes Marktleugast ein. Von 1990 bis 2014 sei er Mitglied des Marktgemeinderats gewesen, ehe er das Vertrauen als Bürgermeister erhalten habe. "In diesem Amt sind sie seither mit großem Erfolg tätig", so die Regierungspräsidentin. Uome habe viele wichtige Vorhaben initiiert und auf den Weg gebracht. Hervorzuheben seien hier insbesondere die barrierefreie Neugestaltung des Radonplatzes sowie die Umgestaltung des Floriansplatzes. Darüber hinaus engagiere sich der Geehrte seit 2014 im Kreistag Kulmbach für die übergeordneten Belange des Landkreises.

Seit 36 Jahren setze sich Günther Hübner "in herausragendem Maße und in vorbildlicher Weise" für die Belange der Gemeinde Harsdorf ein. Nach 24 Jahren im Gemeinderat sei er 2008 zum Bürgermeister gewählt worden. Schwerpunkte seines kommunalpolitischen Wirkens seien unter anderem der Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße von Zettmeisel nach Altenreuth, die Asphaltierung des öffentlichen Feld- und Waldwegs zwischen Harsdorf und Ramsenthal, die Verbesserung der Breitbandversorgung, die Erschließung des Baugebiets Zettmeisel-Nordwest oder die Hochwasserschutzmaßnahme in Haselbach gewesen. Hervorzuheben sei der Umbau des ehemaligen Bahnhofsgebäudes zum Gesundheitsbahnhof, in dem sich ein Allgemeinarzt und eine Physiotherapiepraxis angesiedelt haben, die Revitalisierung des Bräuhauses in Harsdorf sowie die barrierefreie Sanierung des Gemeindezentrums "Zur Tanne".

Werner Burger schließlich sei von 1996 bis 2008 Mitglied des Marktgemeinderats Grafengehaig gewesen und sei dann zum Bürgermeister gewählt worden. Bei seinem Amtsantritt habe er eine sehr hoch verschuldete Kommune übernommen. "Jedoch konnten Sie sowohl den Marktgemeinderat als auch die Bürger von einem strengen Sparwillen überzeugen, so dass eine spürbare Konsolidierung erreicht wurde. Dank Ihrer vorausschauenden Finanzpolitik und mit staatlicher Unterstützung konnten die Schulden des Marktes Grafengehaig spürbar abgebaut und geordnete finanzielle Verhältnisse erreicht werden", lobte Piwernetz. 2010 sei mit den Bürgern ein Dorfladen gegründet worden, der heute noch Bestand hat. Mittlerweile könnten wieder neue Projekte angegangen werden und so nähere sich zum Beispiel die Fertigstellung des Dorfgemeinschaftshauses. red