Das Gesundheitsamt Haßberge meldet sechs weitere Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Damit erhöht sich die Zahl der bestätigten Fälle im Landkreis auf 224 (Stand: Montag, 12.30 Uhr), wie das Landratsamt gestern mitteilte. 188 Bürger sind mittlerweile wieder gesund.

Demnach sind aktuell 30 Personen an dem neuartigen Virus erkrankt. Sechs Menschen sind im Zusammenhang mit der Infektion verstorben. In häuslicher Isolation befinden sich derzeit 300 Personen.

Ergebnisse der Reihentestung

Die sechs neu hinzugekommenen Corona-Fälle stehen laut Behörde nicht im Zusammenhang mit der privaten Feier im südöstlichen Landkreis. Hier liegen die Ergebnisse der Reihentestungen mittlerweile vor: Alle Befunde "sind erfreulicherweise negativ", meldet das Landratsamt. Die Quarantänen bleiben für die direkten Kontaktpersonen bestehen; entsprechend den bundeseinheitlichen Vorschriften müssen diese Personen alle noch einmal getestet werden. In der vergangenen Woche hatte das Landratsamt an einem Tag elf Neuinfektionen gemeldet, die teilweise im Zusammenhang mit der privaten Feier im südöstlichen Landkreis stehen.

Positive Tests bei Kindern

Weil zwei Kindergartenkinder aus dem Landkreis positiv auf das Coronavirus getestet wurden, bleiben die Kindergärten in Ermershausen und Stettfeld vorübergehend geschlossen. Das gesamte Personal und alle Kindergartenkinder der beiden Einrichtungen sowie sämtliche Kontaktpersonen werden unverzüglich getestet. Alle Eltern der betroffenen Kinder wurden bereits vom Gesundheitsamt informiert. Der Kindergarten Sankt Johannes in Stettfeld ist mindestens bis 7. Oktober geschlossen. Der Kindergarten in Ermershausen wird voraussichtlich am 12. Oktober wieder geöffnet.

Landratsamt bereitet sich vor

Gute Nachrichten gibt es laut Behörde für die drei Schulklassen der Grundschule in Zeil sowie für die Paul-Mohr-Förderschule in Stettfeld: Für die Kinder und Lehrer wurde die Quarantäne wieder aufgehoben, so dass der Betrieb wieder starten konnte (siehe Bericht links).

Im Hintergrund laufen im Landratsamt Haßberge bereits gedanklich die Vorbereitungen, wenn die bayernweite Inzidenz-Warnstufe von 35 erreicht wird. Konkrete Maßnahmen hängen aber vom Infektionsgeschehen ab und werden zu gegebener Zeit veröffentlicht, so das Amt.

"Bitte halten Sie sich an die AHA-Formel Abstand, Hygiene, Alltagsmaske und bleiben Sie diszipliniert", appelliert Landrat Wilhelm Schneider an die Vernunft der Bürger im Landkreis Haßberge. "Bisher sind wir gemeinsam gut durch die Pandemie gekommen. Helfen wir alle zusammen, dass das auch so bleibt", bittet er. red