von unserem Mitarbeiter Horst Wunner

Jöslein. — Schöner Auftakt des 12. ungarischen Volkskunstmarktes in Jöslein: Den strahlenden Sonnenschein am Himmelfahrtstag nutzten Hunderte von Besuchern, um im Garten der Gastwirtschaft "Piroska Czárda"einen Blick in ein Stück Kultur der Magyaren zu werfen.
Eine reiche Auswahl von handwerklichen Produkten konnte man bewundern. Angefangen von Ledergürteln, Wasserpfeifen,Töpferwaren nach alter Tradition bis hin zu selbst gemachten Seifen in allen Düften.
Der Sattlermeister Nepp Dénes zeigte seine Künste, fertigte direkt mit Punziermesser und Schleifeisen Unikate an. Oben auf dem Podium tanzten zwei Pärchen heißblütig zu ungarischen Rhythmen, Juchzer ertönten, die Röcke wirbelten und die Füße stampften wuchtig auf. Zwar reine Folklore, aber immerhin aus mehr als 1000 Kilometer Entfernung herbeigeholt, immer wieder schön anzusehen. Eine typische ungarische Band mit Geige, Kontrabass und Zimbal sorgte für Puszta-Stimmung in all dem Grün.

"Freundlich und offen"

Brigitte aus Kulmbach ist extra mit ihrem Mann nach Jöslein gefahren, um ungarischen Flair zu genießen. "Wir mögen die Leute,weil sie so freundlich und offen sind", sagt sie. Mit Günter sei sie schon einige Male in Pilisszentiván gewesen, der Partnergemeinde von Marktleugast. Demnächst führt erneut eine Reise dorthin. Das Fest dauert noch bis zum morgigen Sonntag.