Marktschorgast — Der Brauchtumsverein Marktschorgast blickte in der Jahreshauptversammlung in der Gaststätte "Schimmel" auf sein 20-jähriges Bestehen zurück. Der Verein hat sich damals die "Wiederbelebung und Erhaltung des fränkischen Brauchtums" zum Ziel gesetzt. Er möchte "bei besonderen Veranstaltungen Volkstänze aufführen" und bei gegebenem Anlass "Böllerschüsse abgeben".
Der von 17 Personen im Juni 1995 gegründete Brauchtumsverein zählt heute, wie Vorsitzender Ulrich Reinhardt ausführte, 57 Mitglieder. Aus der Volkstanzgruppe und den Böllerschützen bildete sich vor 20 Jahren der Brauchtumsverein Marktschorgast. Zu diesem Zeitpunkt bestand bereits eine Volkstanzgruppe. Während die Volkstänzer beim Maifest 1990 bereits ihr erstes Debüt gaben, bestanden die Böllerschützen 1995 ihre Feuertaufe. Seit 20 Jahren verwaltet Siegfried Walter die Finanzen und Werner Reichel prüft den Kassenbestand.


"Nicht lumpen lassen"

Und Monika Müller und Brigitte Müller, die vor 25 Jahren unter den Schifferklavier-Klängen mit den Kindern Tänzchen einstudierten, sind heute noch aktiv im Brauchtumsverein. Mehr als verdoppelt haben sich die Böllerschützen.
Von den ehemaligen sieben Schützen spannen Günter Kollerer, Max Königsdorfer, Hermann Müller und Siegfried Walter heute noch den Hahn. Dazu gesellten sich Werner Mücke, Ulrich Reinhardt, Werner Reichel, Ingrid Gergolla, Heidi und Cathrin Leßner, Monika Müller, Dietmar Stenglein, Karl-Heinz Bonenberger, Erwin Strössner und Wolfgang Feulner.
Vorsitzender Ulrich Reinhardt ließ das vergangene Jahr Revue passieren und betonte: "Der Brauchtumsverein war bei allen Veranstaltungen gut vertreten. Wir haben uns nicht lumpen lassen."
Ein Renner beim Ferienprogramm der Marktgemeinde sei die vom Brauchtumsverein angebotene Aktion "Blumentopfbrot aus dem Backofen" gewesen. In seiner Vorschau kündigte der Vorsitzende an, dass im nächsten Jahr wieder eine "fränkische Weihnacht" stattfinden werde.
Am 9. Januar werden die ausgedienten Christbäume gesammelt. Zur Kirchweih im Juli werden es die Böllerschützen traditionell wohl wieder krachen lassen. Es sei jedoch zu klären, wie das Kirchweihfest in Zukunft gefeiert werden kann, da der Allgemeine Sportverein (ASV) die Kerwa allein nicht mehr schultern kann. Nach längerer Diskussion kristallisierte sich heraus, dass Reinhardt bei dem Treffen aller Vereinsvorsitzenden mit Bürgermeister Hans Tischhöfer signalisieren könne, dass beim Kirchweihfest mit der Unterstützung des Brauchtumvereins gerechnet werden könne. Bruno Preißinger