Zum Artikel "Windräder drehen sich profitabel" vom 28. Februar:

Es entsteht beim Lesen des Artikels der Eindruck, dass beim Windpark Mühlhausen alles bestens ist. Die Windräder sind profitabel, weil die Bürgerwin denergiegesellschaft mit beschränkter Haftung die "prognostizierte Ausschüttung erneut halten konnte"!
Verschwiegen wird, dass diese "Ausschüttung" nichts anderes ist als die anteilige Rückzahlung der unverzinsten Einlage der Kommanditisten. Oder dass man mit diesen "Ausschüttungen" tatsächlich erst nach 14 Jahren sein einst eingezahltes Kapital zurückerhält und danach die eigentliche Rendite erzielt wird. Die laut Herrn Wust "jährliche Unterschreitung der kalkulierten Kosten" ist auch bitter nötig, denn mit der Erzeugung von "über 19 Millionen kWh Strom" hat man die Prognose von 22,7 Millionen kWh Strom Stromerzeugung pro Jahr wieder einmal deutlich verfehlt.
Umgerechnet bedeutet dies für das Jahr 2016 rund 350 000 Euro weniger Stromeinnahmen als laut Anlagenprospekt kalkuliert.
Die Mindereinnahmen gegenüber der Prognose seit Inbetriebnahme des Windparks summieren sich somit auf über eine Million Euro.
Augenwischerei wird auch mit der Behauptung betrieben, dass mit dem Produkt "Regio-Grünstrom" der erzeugte Windrad-Strom zeitgleich vor Ort verbraucht werden kann. Der Grünstrom, den man über eine Firma wie die Bürger-Grün-Strom GmbH & Co. KG bezieht und der zu Hause verbraucht wird, ist nicht der Strom, der durch die Windräder vor Ort erzeugt wird. Der Strom aus den Windrädern wird vollständig über die Strombörse in Leipzig gehandelt und der Betreiber erhält dafür die EEG-Vergütung.
Erich Weichlein
Weingartsgreuth