Zum Bericht "Ende der Rumpelpisten in Sicht?" (BR vom 27. Februar) wird uns geschrieben: Es ist leider zutreffend: Viele städtische Straßen und auch teilweise Bürgersteige in Kulmbach sind marode, also Rumpelpisten. Bei einer oberflächlichen Betrachtung ist festzustellen, dass mindestens 75 Prozent der beschädigten Belagsflächen ein hausgemachtes Problem der hierfür zuständigen städtischen Institution sind.

Durch Reparatur- oder Verlegungsarbeiten für neue Leitungen, Kanäle oder irgendwelche Anschlüsse werden Teilflächen der vorhandenen Belagsflächen in einer hohen Anzahl von nichtstädtischen Firmen aufgebrochen. Nach dem Abschluss der Arbeiten werden diese wieder verschlossen und mit einem neuen Belag als sichtbare Teilfläche wieder versehen.

Hier beginnt das Problem. Diese Wiederherstellungsmaßnahmen sind in mehr als zwei Drittel der Fälle mangelhaft ausgeführt. Niemand prüft qualitativ diese Ausführungen. Der Anlieger oder häufig nutzende Verkehrsteilnehmer stellt dann schon sehr bald den Mangel fest. Nur vonseiten der Kommune fühlt sich keiner zuständig.

Fazit: Die Stadtverwaltung ist dann "überraschenderweise" gezwungen, Steuergelder zur Erneuerung der Fahrspuren einzusetzen. Bei einer Nachprüfung direkt nach der Baumaßnahme und weiteren sechs Monaten könnten diese Kosten den Verursachern zugewiesen werden.

Viele Arbeiten sind nicht fachgerecht ausgeführt. Die Bürger stellen dies täglich bei der Nutzung fest und ärgern sich. Sicher sollte auch die Stadt sich ärgern über die unnötig hohen Ausgaben, die sie die Verursacher zahlen lassen müsste.

Gisbert Sattler

Kulmbach