Mit großer Leidenschaft und dem Willen, den Tieren im Tierheim ein gutes Leben zu ermöglichen, organisiert Marc Heller seit 2014 jedes Jahr an Silvester einen Spendenlauf unter dem Motto "Futter statt Böller". Der Kulmbacher ruft zum Laufen auf und bittet die Teilnehmer um Spenden - 800 Euro kamen so zum Beispiel im vergangenen Jahr zusammen.

Ein großer Lauf mit vielen Sportlern war 2020 aufgrund des coronabedingten Lockdowns nicht möglich. Auf eine Spendenaktion zugunsten des Tierheims wollte Marc Heller aber nicht verzichten. "Natürlich war es schade, dass der Lauf nicht stattfinden konnte. Trotzdem wollte ich auf keinen Fall, dass es heuer keine Spenden für das Tierheim gibt. Daher habe ich ein Spendenkonto auf Paypal eingerichtet und ordentlich dafür geworben, unsere Einruichtung zu unterstützen", so Heller.

Spenden sogar aus den USA

Und der Aufruf stieß nicht auf taube Ohren. Rund 1700 Euro kamen zusammen, sogar aus den USA trudelten Spenden ein. Auch die Stadt Kulmbach wollte "Futter statt Böller" unterstützen, und so rundete 2. Bürgermeister Frank Wilzok den Betrag kurzerhand auf 2000 Euro auf. "Marc Heller hat mir von seinem Spendenaufruf erzählt. Da war für mich klar, dass wir dieses Engagement als Stadt natürlich unterstützen müssen. Die vielen Mitarbeiter und Helfer im Tierheim leisten eine hervorragende Arbeit und das zu großen Teilen ehrenamtlich, das gerät leider oftmals in Vergessenheit. Daher verbinde ich unseren Dank für den unglaublich wichtigen Einsatz mit einer Spende von rund 300 Euro, sodass wir die 2000 gar vollmachen können" erklärte Wilzok.

Viele Ausgaben

Carina Wittmann ist die Leiterin des Heimes bei Heinersreuth in der Gemeinde Ködnitz. Tagtäglich ist sie mit ihren Helfer mit der Pflege, der Betreuung und der Versorgung zahlreicher Tiere beschäftigt. "Die Arbeit wird nie weniger und ist natürlich mit vielen Kosten verbunden. Futter, Arztbesuche, Unterbringung, das alles kostet Geld. Umso mehr freuen wir uns über die großzügige Spende."

"Mit der Fundtierabgabe, die die Stadt Kulmbach Jahr für Jahr dem Tierheim zukommen lässt, ist eine dauerhafte finanzielle Unterstützung gewährleistet. Dennoch wollen wir auch darüber hinaus den Mitarbeitern unter die Arme greifen", so 2. Bürgermeister Wilzok abschließend. red