Warum sollte man nicht einmal den Tag mit einem Museumsbesuch beschließen? Das Pfalzmuseum startet am Mittwoch, 10. Mai, um 19 Uhr mit der Führung "Prager Pracht im Haus der Macht" die beliebte Serie der Mittwochsführungen, für die einmal im Monat am Abend die Türen länger offenstehen.
An diesen speziellen Terminen werden den Besuchern besondere Experten- und Erlebnisführungen durch die Sammlungen geboten. Nach dem Museumsbesuch kann dann der Abend mit einem gemütlichen Kneipen- oder Restaurantbesuch fortgesetzt werden. "Die Voranmeldung im Pfalzmuseum ist erforderlich", heißt es in einer entsprechenden Pressemitteilung.


Kostbare Gemälde

Kostbare gotische Wandmalereien schufen Künstler unter böhmischem Einfluss in der ehemals fürstbischöflichen Burg in Forchheim, der heutigen sogenannten Kaiserpfalz.
Museumsführerin Waltraud Feis erklärt am 10. Mai um 21 Uhr mit der Führung "Prager Pracht im Haus der Macht - gotische Wandmalereien in der Kaiserpfalz" die kunsthistorischen, historischen und künstlerischen Aspekte der kostbaren Gemälde in der ehemals fürstbischöflichen Burg.
Sie zählen zu den ältesten Wandmalereien Bayerns in einem profanen Gebäude. Die religiösen, allegorischen und alltäglichen Malereien wurden vom Erbauer der Burg, dem Bamberger Fürstbischof Lambert von Brunn (um 1320 - 1399) in Auftrag gegeben. Angefertigt wurden sie zwischen 1380 und 1400 von führenden Künstlern in Bezügen zu den damaligen Kunstzentren in Böhmen und Italien. Von Brunn hatte enge Verbindungen zum böhmischen Königshaus in Prag. Er war enger Vertrauter und mächtiger Politiker unter Karl IV., ehe er 1375 Fürstbischof von Bamberg und darüber hinaus sogar Kanzler unter König Wenzel wurde. Der technische Aspekt zeigt den Zusammenhang von Architektur und der Wandmalerei mit ihren Farbpigmenten, den Bindemitteln und dem Farbauftrag.
Waltraud Feis wird den Besuchern auch die Vorgehensweise der Restaurierung verdeutlichen. red