Erlangen-Höchstadt — Neu ist das Vorgehen nicht, ungewöhnlich ist es dennoch. Um die wegen des Streiks der Briefträger und Paketboten aufgestauten Sendungen abarbeiten zu können, werden Angestellte der Deutschen Post auch am kommenden Sonntag an den Haustüren klingeln. "Das läuft allerdings auf Freiwilligenbasis", erklärt Pressesprecher Erwin Nier. Möglich macht dies ein Paragraph im Arbeitszeitgesetz, nach dem die Post als Verkehrsbetrieb eingestuft ist. "Vor einigen Jahren haben wir das in der Weihnachtszeit schon einmal so gehandhabt", sagt Nier. Wo und in welchem Umfang am Sonntag zugestellt wird, stehe allerdings noch nicht fest. Es könne durchaus sein, dass sich verbeamtete Zusteller spontan dazu entscheiden, auszuliefern. "Per Paket werden ja auch Medikamente verschickt", sagt Nier. "Daher haben wir noch Glück mit den Temperaturen. Ich möchte mir nicht vorstellen, was bei 30 Grad oder mehr los wäre." ham