von unserem Mitarbeiter Markus Häggberg

Lichtenfels — Der Vorwurf wog schwer: Besitz kinderpornografischer Schriften. Am Dienstag musste sich ein 30-jähriger Lichtenfelser auf dem Amtsgericht auf eine mögliche Verurteilung gefasst machen. Schon einmal ist eine solche wegen des gleichen Vorfalls gegen ihn ergangen. Damals war die Beweislage klar, diesmal war sie es absolut nicht.
Staatsanwalt Stefan Jäger hatte Probleme mit den Erklärungen des Angeklagten: "Sie haben versucht, es drei Mal zu erklären - ich hab's noch immer nicht kapiert", so der Anklagevertreter. Wie die Zusammenhänge im Februar 2014 wirklich waren, ließ sich in der Hauptverhandlung in der Tat nur schwer nachvollziehen. Damals, so der Beschuldigte, habe er allerlei technische Gerätschaften miteinander synchronisieren wollen. Es galt, eine Software zum Laufen zu bringen, sie aufeinander abzustimmen.