Weitgehend problemlos verlief das Stadtfest für die Beamten der Polizeiinspektion. Das zum Teil starke Regenwetter machte den Veranstaltern am zweiten Abend des Stadtfestes zu schaffen. Bedingt durch das schlechte Wetter kamen deutlich weniger Besucher als am Vorabend. Nach groben Schätzungen dürften sich etwa 600 Personen im Innenstadtbereich aufgehalten haben. Zu größeren Störungen kam es nicht, lediglich zwei tätliche Auseinandersetzungen wurden gemeldet, außerdem wurden fünf Jugendliche aufgegriffen, die unter Alkoholeinfluss standen, angetroffen.


Alkoholisierte Jugendliche

Die Beamten hatten mit einer Sozialarbeiterin des Jugendamtes Kontrollen durchgeführt. Einige Jugendliche zwischen 14 und 16 Jahren waren deutlich alkoholisiert und auch ohne Begleitung eines Erwachsenen auf dem Fest unterwegs. Die jungen Leute - und teilweise ihre Erziehungsberechtigten - erwartet unter anderem eine Meldung beziehungsweise eine Anzeige an das Jugendamt. Außerdem beobachteten die Beamten eine 19-Jährige dabei, wie sie mehreren Minderjährigen ihre Wodkaflasche überlies. Eine weitere 16-Jährige wurde kurz vor 22 Uhr mit einer Wodkaflasche angetroffen, bei ihr wurden gut 0,7 Promille festgestellt. Schließlich wurde kurz nach Mitternacht ein 16-Jähriger mit knapp 1,4 Promille angetroffen.


Zwei Schlägereien

Etwas handfester wurde es am Samstag kurz nach 19 Uhr in der Ludwigstraße bei einer Auseinandersetzung zwischen zwei 20- und 18-jährigen Männern. Der 20-Jährige schlug den 18-Jährigen ins Gesicht, woraufhin zwei 30- und 53-Jährige dazwischen gingen und den 20-Jährigen zurückhalten wollten. Das gefiel dem aber nicht, weshalb er sich dagegen wehrte. Da alle Beteiligten unter Alkoholeinfluss standen (Alkotests bei den vier Männern erbrachten Werte zwischen 0,8 und 1,7 Promille), konnte der Grund für die Auseinandersetzung vor Ort nicht abschließend geklärt werden. Die streitenden Parteien wurden getrennt, weitere Ermittlungen werden noch geführt. Die 18-, 30- und 53-Jährigen erlitten leichtere Verletzungen im Gesichtsbereich, eine sofortige ärztliche Behandlung war nicht erforderlich.
In der Nacht zum Sonntag kam es gegen 1 Uhr erneut zu einem Streit, diesmal in einer Gaststätte in der Altstadt. Grund dafür war ein missverständliches Gespräch zwischen einem 39-Jährigen und einem 20-jährigen Mann. Im Verlauf des Gesprächs schlug der 39-Jährige dem 20-Jährigen ins Gesicht. Als der Ältere sich kurz entfernte und dann mit einem Messer in der Hand zurück kam, suchte der 20-Jährige das Weite und rief die Polizei. Die konnte den Streit beenden. Beim Täter wurden 2,5 Promille ermittelt. Der 20-Jährige trug eine leichte Verletzung im Gesicht davon. pol