Nachdem eine 65 Jahre alte Frau am späten Sonntagabend in der Bamberger Fußgängerzone durch eine ätzende Flüssigkeit Verletzungen erlitt, suchen die Ermittler der Kripo Bamberg weiterhin nach Zeugen - insbesondere nach einem Pärchen, das sich in der Nähe des Tatortes befand.

Am Sonntag, 3. März, wurde die Geschädigte nach ihren Angaben am späten Abend in der Bamberger Fußgängerzone von einem bislang unbekannten Täter mit einer ätzenden Flüssigkeit übergossen, anschließend sei der Täter geflüchtet. Passanten, die die Frau entdeckten, verständigten die Rettungskräfte. Die Geschädigte erlitt Verletzungen und muss stationär behandelt werden.

Antisemitischer Hintergrund?

Die Kriminalpolizei in Bamberg ermittelt in alle Richtungen. Sie erhält Unterstützung vom Bayerischen Landeskriminalamt und einem Rechtsmediziner. Das Ermittlungsverfahren wird von der Generalstaatsanwaltschaft München, Bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus (ZET), geführt, da ein antisemitischer Hintergrund nicht ausgeschlossen werden kann. Weitere Auskünfte könnten aus ermittlungstaktischen Erwägungen derzeit nicht gegeben werden, teilt die Polizei mit.

Die Kriminalbeamten setzen weiterhin auf Hinweise aus der Bevölkerung. Insbesondere bitten die Polizeibeamten ein Pärchen, das sich am vergangenen Sonntagabend gegen 22 Uhr in der Nähe des Brunnens "Gabelmann" aufgehalten hatte, sich bei der Kriminalpolizei Bamberg zu melden. Sie ist zu erreichen unter der Telefonnummer 0951/9129-491. pol