Einige Polizeistreifen fahndeten am Dienstagvormittag nach einem gestohlenen Sattelzug einer Magdeburger Speditionsfirma. Im Weidenberger Ortsteil Görschnitz spürten sie diesen auf. Trackingdaten hatten den Dieb verraten, der offenbar dabei war, das Fahrzeug aus dem Bundesgebiet zu steuern.

In den Morgenstunden hatte der Speditionsinhaber die Volvo-Zugmaschine mit britischer Zulassung bei der Magdeburger Polizei als gestohlen gemeldet. Die Besonderheit war: Er konnte den Beamten Live-Daten des Fahrzeugstandortes nennen, die durch die Ordnungshüter aus Sachsen-Anhalt unverzüglich weitergeleitet wurden.

Der Volvo befand sich zu diesem Zeitpunkt auf der Autobahn A 9 bei Himmelkron und bewegte sich in südlicher Fahrtrichtung. Die oberfränkischen Einsatzkräfte leiteten sofort umfangreiche Fahndungsmaßnahmen ein. Im weiteren Verlauf bestätigten die Trackingdaten die Abfahrt von der Autobahn und einen Wechsel auf die Staatsstraße 2181 in Richtung der tschechischen Grenze. Eine Polizeistreife aus Stadtsteinach stoppte die Zugmaschine gegen 9.30 Uhr beim Weidenberger Ortsteil Görschnitz und unterband den laufenden Diebstahl.

Der 33-jährige Fahrer hatte sich offensichtlich mit dem Sattelzug samt Auflieger sowie Bargeld der Speditionsfirma in vierstelliger Höhe in sein Heimatland Rumänien absetzen wollen. Die Beamten stellten den Volvo und das Bargeld sicher. Der 33-Jährige muss sich nun strafrechtlich verantworten und wurde, nachdem er eine Sicherheitsleistung von 1000 Euro gezahlt hatte, wieder auf freien Fuß gesetzt. pol