Weite Teile der Bamberger Innenstadt und die Strecke bis zum Bahnhofsvorplatz ist mittlerweile Teil der Maskenzone. Zum Schutz vor dem Coronavirus sind bundesweit stark belebte Zonen in Städten ausgewiesen, wo es häufig eng wird und die Infektionsgefahr steigen könnte.

Bereits im Oktober waren deshalb bereits einen ganzen Tag Polizeistreifen im Stadtgebiet unterwegs, welche verstärkt auf das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes achteten. Das war eine bayernweite Aktion. Mit stark gestiegenen Infektionszahlen stieg nun auch im Freistaat die Präsenz der Ordnungshüter: Am Montag waren in der Weltkulturerbestadt mit sechs Streifen deutlich mehr Beamte der Polizeiinspektion Bamberg unterwegs als noch vor zwei Monaten. Von 7 bis 22 Uhr blickten dieses Mal die Polizeikräfte insbesondere an Haltestellen und Bussen genauer hin: "Im Bereich des ÖPNV haben wir fünf Verwarnungen ausgesprochen", erklärte Silke Gahn, Pressesprecherin der Polizeiinspektion. In der Maskenzone fielen drei Personen auf, von denen zwei auch mit einem Bußgeld rechnen müssen. Diese Zahlen beziehen sich auf die Zeit bis Mittag. Insgesamt sei aber die Akzeptanz der Bevölkerung sehr hoch.

Durch die Einschränkungen im sogenannten "Lockdown light" verändere sich aber auch manche Form der Kriminalität. Seitdem Kneipen und Gastronomie geschlossen seien, habe ein Wandel stattgefunden: "Wir haben wesentlich weniger Fälle von alkoholbedingten Straftaten wie Schlägereien oder Vandalismus, welche auf dem Nachhauseweg geschehen", erläutert Gahn. Genau Zahlen lägen allerdings noch nicht vor.

Wann die Polizei wieder zu einer größeren Kontrollaktion ausrückt, ist nicht bekannt. "Es bleibt auf jeden Fall weiterhin eine Aufgabe, auf welche die Streifen generell ein Auge werfen werden", betont die Pressesprecherin.