Auf die für Freitag und das Wochenende angekündigten Kundgebungen von Gegnern der Corona-Maßnahmen wird die unterfränkische Polizei mit starker Präsenz und Kontrollen reagieren, heißt es in einer Mitteilung des Polizeipräsidiums Unterfranken am Donnerstag. Das Polizeipräsidium appelliert darin außerdem an die Vernunft im Zusammenhang mit geplanten Aktionen und erinnert an vergangene gefährliche Aktionen. So hatten am Dreikönigstag Anhänger der Bewegung "D-Day 2.0" auf der Autobahn A 73 bei Erlangen und am Autobahnkreuz München-Ost versucht, Blockaden zu errichten. Polizeikräfte verhinderten diese hochgefährlichen Aktionen jedoch erfolgreich, um schweren Unfällen vorzubeugen. Die Fahrzeuge der Teilnehmer konnten gestoppt und sichergestellt werden. Im Anschluss wurden zahlreiche Ermittlungsverfahren gegen die Fahrzeugführer eingeleitet.

Ermittlungsbehörden gehen aktuell Hinweisen nach, die die Annahme rechtfertigen, dass es auch am Freitag erneut zu Kundgebungen durch Gegner der Beschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie kommen soll, teilt das Polizeipräsidium mit. Daher wird die unterfränkische Polizei am Freitag mit verstärkten Kräften im Bereich der Autobahnen und weiterer relevanter Örtlichkeiten präsent sein. Bei Blockaden drohen weitreichende Sanktionen. Neben einem Strafverfahren, einer Geld- oder Gefängnisstrafe und einem möglichen Fahrerlaubnisentzug, können je nach Sachlage auch die Beschlagnahme von Tat- oder Beweismitteln, wie Fahrzeugen oder Mobiltelefonen, die Folge sein.

Die Polizei appelliert daher an die Vernunft von möglichen Teilnehmern der geplanten Aktionen und ruft dazu auf, andere nicht leichtfertig zu gefährden. pol