Durch die hervorragende Zusammenarbeit mehrerer Dienststellen im Bereich Main-Rhön konnte eine Serie von fünf Zigarettenautomatensprengungen geklärt werden. Ein 38-jähriger Tatverdächtiger geriet ins Visier der Ermittler und räumte die Taten zwischenzeitlich ein, teilt das Polizeipräsidium Unterfranken mit.

In den Dienstbereichen der Polizeiinspektionen Bad Neustadt an der Saale, Mellrichstadt und Bad Kissingen ist es seit Anfang November zu insgesamt fünf Zigarettenautomatensprengungen gekommen: am 7.11.2021 in Mellrichstadt, am 27.11. in Hendungen, am 27.1.2022 in Weichtungen, am 30.1.in Willmars und am 20.2. in Bad Neustadt an der Saale. In allen fünf Fällen hatte ein zunächst unbekannter Täter vorsätzlich eine Sprengstoffexplosion an dem Automaten herbeigeführt, um das darin enthaltene Bargeld zu entwenden. Er richtete hierbei einen Gesamtschaden von rund 20.000 Euro an.

Festnahme in Urspringen

Im Rahmen der Ermittlungen in einem Fall geriet im März schließlich ein 38-Jähriger aus dem Landkreis Leipzig ins Visier der Ermittler. Die drei beteiligten Dienststellen arbeiteten bereichsübergreifend und eng zusammen. Nach und nach erhärtete sich dabei der Verdacht, dass der Mann auch für die anderen vier Fälle verantwortlich sein könnte.

In der Folge wurden die weiteren Ermittlungen zentral von der Kriminalpolizei Schweinfurt übernommen. Der 38-jährige Tatverdächtige konnte schließlich am Mittwoch in Urspringen vorläufig festgenommen werden. Er war mit einem nicht zugelassenen Pkw mit gestohlenen Kennzeichen und ohne Führerschein unterwegs und hatte neben Betäubungsmitteln auch präparierte Böller dabei, die nach ersten Erkenntnissen der Polizei auch bei den Taten verwendet worden sind.

In seiner Vernehmung räumte der 38-Jährige die fünf genannten Fälle ein und benannte in zwei Fällen auch einen ebenfalls aus dem Landkreis Leipzig stammenden Mittäter. Der 38-Jährige muss sich nun unter anderem wegen Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion und des besonders schweren Falls des Diebstahls in fünf Fällen verantworten. Derzeit wird zudem geprüft, ob er noch für weitere gleich gelagerte Fälle verantwortlich ist. pol