Polizeibeamte aus ganz Oberfranken werden am morgigen Mittwoch, 19. April, ab 6 Uhr vor allem auf Landstraßen 24 Stunden lang verstärkt die Geschwindigkeit motorisierter Fahrzeugführer überwachen. Bereits zum fünften Mal findet an diesem Tag der "Blitzer-Marathon" statt, an dem sich auch die Oberfränkische Polizei beteiligt.
Insbesondere steht die Erhöhung der Verkehrssicherheit und allem voran die Reduzierung geschwindigkeitsbedingter Verkehrsunfälle, sowie die Sensibilisierung der Verkehrsteilnehmer im Fokus der bundesweiten Überwachungsaktion.


200 Kontrollstellen

Der Blitzer-Marathon steht im unmittelbaren Zusammenhang mit der bayernweit durchgeführten Verkehrssicherheitskampagne "Bayern mobil - sicher ans Ziel", die unter der Federführung des Bayerischen Staatsministeriums des Innern, für Bau und Verkehr steht. Auf der Internetseite www.sichermobil.bayern.de sind die Kontrollstellen nach Regierungsbezirken hinterlegt und für jedermann abrufbar. Die Aktion ist Teil des europaweiten "Speedmarathons", der vom europäischen Verkehrspolizei-Netzwerk "Tispol" (Traffic Information System Police) koordiniert wird. Die Oberfränkische Polizei kontrolliert dabei an weit über 200 Kontrollstellen, insbesondere auf Landstraßen. Im Fokus stehen dabei Schwerpunkt gravierender Verkehrsunfälle.


Weiterhin viel zu schnell

Wie auch in den vergangenen Jahren, ist überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit, weiterhin die Hauptunfallursache im gesamten Freistaat Bayern. In Oberfranken ereigneten sich 2016 insgesamt 32 311 Verkehrsunfälle. Dabei war bei 2 076 Unfällen eine erhöhte Geschwindigkeit die Ursache für den Unfall. Hierbei wurden 973 Personen verletzt, vier Menschen kamen nachweislich durch zu schnelle Fahrweise ums Leben.


Sicherheit statt Abzocke

Keinesfalls sei der Blitzmarathon mit der Intention verbunden, möglichst viele Verkehrsteilnehmer mit einem Verwarnungs- oder gar Bußgeld zu ahnden, betont die Polizei. Dies unterstreiche auch die jährlich wiederkehrend frühzeitige Ankündigung des "Blitzer-Marathons", sowie die Veröffentlichung der etwa 1 900 möglichen Messstellen. Sie seien auf der Internetseite www.sichermobil.bayern.de. problemlos einzusehen. Somit könne sich jeder Verkehrsteilnehmer entsprechend auf die intensivierte Kontrollaktion der Polizei einstellen. Ziel des Blitzmarathons sei es, Verkehrsteilnehmer in puncto zu hohe Geschwindigkeit zu sensibilisieren, um auch nachhaltig eine Verhaltensänderung hervorzurufen. Dies sei ein wichtiger verkehrssicherheitsrelevanter Aspekt, vor allem im Hinblick auf eine zielgerichtete Reduzierung geschwindigkeitsbedingter Verkehrsunfälle sowie einer Minimierung der Zahl von Verkehrstoten.
Durch das Beachten der Verkehrsregeln, vor allem der Einhaltung von Geschwindigkeitsbegrenzungen, trage jeder Bürger erheblich zur Sicherheit im Straßenverkehr bei. Die Verkehrsteilnehmer schützten dadurch nicht nur sich selbst, sondern auch schwächere Verkehrsteilnehmer, allen voran Kinder, Senioren, Fußgänger und Radfahrer. pol