Erneut hat die unterfränkische Polizei gemeinsam mit der Justiz ein deutliches Signal im Kampf gegen Kinderpornografie gesetzt. Im Rahmen einer groß angelegten Aktion wurden am Mittwoch und Donnerstag Durchsuchungsbeschlüsse vollstreckt und umfangreiches Beweismaterial sichergestellt, teilt das Polizeipräsidium Unterfranken in einer Pressemeldung mit.

Die Kriminalpolizeiinspektionen Schweinfurt, Aschaffenburg und Würzburg vollzogen mit Unterstützungskräften der Zentralen Einsatzdienste des Polizeipräsidiums Unterfranken und der Bayerischen Bereitschaftspolizei demnach insgesamt 30 richterliche Durchsuchungsbeschlüsse. Durchsucht wurden in der Region Main-Rhön 13 Objekte, in der Region Untermain elf und in der Region Mainfranken sechs. Dabei wurde umfangreiches Beweismaterial sichergestellt, das nun ausgewertet muss. Bei einem 41-Jährigen entdeckten die Beamten neben kinderpornografischem Material eine geringe Menge Amphetamin sowie eine scharfe Schusswaffe samt Munition, welche der Mann ohne Erlaubnis besaß. Bei einem 60-Jährigen wurde eine geringe Menge Marihuana und bei einem 19-Jährigen ein verbotenes Butterflymesser sichergestellt.

Aus dem Raum Bad Kissingen

Gegen die drei Beschuldigten, die aus dem Raum Bad Kissingen stammen, wurden zusätzlich Ermittlungsverfahren wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittel- bzw. gegen das Waffengesetz eingeleitet. Alle Tatverdächtigen wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen mangels Haftgründen wieder entlassen. Die Beschuldigten sind allesamt männlich. Der Jüngste gerade einmal 14 und der Älteste 61 Jahre alt. Ihnen wird vorgeworfen, kinder- bzw. jugendpornografisches Material entweder besessen, erworben oder verbreitet zu haben. Im Zuge der bisherigen Ermittlungen ergaben sich weder Hinweise auf sexuelle Missbrauchshandlungen, die von den Tatverdächtigen begangen wurden, noch auf betroffene Kinder und Jugendliche aus den jeweiligen unterfränkischen Regionen, schreibt die Polizei. pol