- Im linken Schacht der Personalisierungsmaschine liegt eine weiß-blaue Plastikkarte. Die Sicht- und Sicherheitsprüfung dauert nur wenige Sekunden. Dann wandert der Rohling in die rechte Kammer der Maschine, wo ihn ein Laser beschreibt: Bild, Personalien und Ausweisnummer. Der Chip auf dem Kärtchen wird elektromagnetisch beschrieben und fertig ist er: der neue Dienstausweis von Markus Kern. Der Polizeihauptkommissar ist einer von 44 000 Beschäftigten der Bayerischen Polizei, die einen neuen Dienstausweis im Scheckkartenformat erhalten. Die 19 000 Ausweise für die fränkischen Präsidien von Landes- und Bereitschaftspolizei entstehen in Bamberg – und zwar im Akkord. Bisher bekamen bereits 1700 Beamten ihr neues Exemplar aus der Pödeldorfer Straße. Bis Ende Juli soll die Personalisierungsmaschine dort weitere 18 000 ausspucken und damit alle Polizeibediensteten in Nordbayern mit einem neuen Ausweis versorgen. Der alte Dienstausweis – ein grüner Papierlappen, der an einen Angelschein erinnert – wirkt indes nicht mehr zeitgemäß. Das neue Dokument, mit dem sich die Polizisten des Freistaats künftig zu erkennen geben, ist jedoch nicht nur in Sachen Ästethik ein Quantensprung: Fälschern dürfte es in Zukunft wesentlich schwerer fallen, das Dokument zu kopieren. Sollte es dennoch Zweifel an der Echtheit eines Polizisten geben, sollte man die 110 wählen. In der Zentrale bestehe die Möglichkeit zu überprüfen, ob es sich wirklich um Polizeibeamte handelt, mit denen man zu tun hat. Die Bereitschaftspolizei (Bepo) stellt die neuen Dienstausweise der Polizeimitarbeiter her. Sie ist zentraler Servicedienstleister für die gesamte Bayerische Polizei.Ähnlich wie bei der Einführung der neuen Uniformen und der Dienstwaffen übernimmt sie nun auch in Sachen neue Dienstausweise die tragende Rolle.