von unserem Mitarbeiter Alfred Thieret

Lichtenfels — Mit einer vom bayerischen Innenministerium initiierten Verkehrssicherheitsaktion unter dem Motto "Bayern mobil - sicher ans Ziel" warb die Lichtenfelser Polizei, vertreten durch die Polizeihauptkommissare Jürgen Hagel und Jürgen Kremer, dem Polizeioberkommissar Thomas Heublein und der Polizeihauptmeisterin und Verkehrserzieherin Ileen Fischer-Köhn, an einem Infostand vor dem Rathaus bei der Bevölkerung um die Mitwirkung bei der Verbesserung der Verkehrssicherheit.
Mit dem Programm sollen bis zum Jahr 2020 folgende Ziele erreicht werden:
1. Senkung der Zahl der Verkehrstoten um 30 Prozent im Vergleich zum Jahr 2011 auf unter 550
2. Reduzierung der Gesamtzahl der Verkehrsunfälle und Verletzten auf Bayerns Straßen
3. Erhöhung der Sicherheit auf Landstraßen
4. Bekämpfung besonderer Unfallgefahren
5. Besserer Schutz für besonders gefährdete Verkehrsteilnehmer wie Kinder, Fußgänger und Radfahrer
6. Fokussierung auf die Bedürfnisse älterer Menschen und von Menschen mit Behinderungen
7. Erreichung von größerer Rücksichtnahme aller Verkehrsteilnehmer untereinander.
Landrat Christian Meißner (CSU) stellte klar, dass seine Mitarbeiter in der Kraftfahrzeugzulassungsstelle die vielen jährlich ausgegebenen Führerscheine am liebsten nicht mehr sehen würden, womit er die doch nicht unerhebliche Anzahl von eingezogenen Führerscheinen aufgrund von Verkehrsdelikten ansprach. Gerade junge Fahrer sollten nach dem Motto "Das Hirn muss vor dem Gaspedal sitzen" an die Gefahren denken, die der Straßenverkehr mit sich bringen kann. Nach dem Motto "Rücksicht schafft Sicherheit" appellierte Zweite Bürgermeisterin Sabine Rießner (CSU) an die Vernunft jedes einzelnen Verkehrsteilnehmers.
Sparkassendirektor Roland Vogel stellte die Verkehrssicherheit als Daueraufgabe heraus. Die Laserpistole, die im Übrigen auch auf dem Marktplatz positioniert war, biete zwar die Möglichkeit, einige Leute über den Geldbeutel zu einer gefahrloseren Fahrweise zu bewegen, besser sei es aber, das Bewusstsein für ein rücksichtsvolles Verhalten zu stärken. Roland Vogel erinnerte daran, dass die Sparkasse neben dieser Aktion noch viele weitere Projekte zur Verkehrssicherheit unterstütze.
Alfons Hrubesch, der Vorsitzende der Kreisverkehrswacht, stellte die vielen Aktionen zur Verkehrssicherheit heraus, von der Radfahrausbildung der Schüler bis zum Fahrsicherheitstraining für Fahranfänger und Senioren, und lobte die gute Zusammenarbeit mit der Polizei und der Sparkasse.

Schlechte Vorbilder gerügt

Auch die Kinder des Franziskus-Kindergartens waren mit ihrer Leiterin Ines Fuchs erschienen. Sie riefen den Erwachsenen, die oft den Kindern durch ihr Fehlverhalten ein schlechtes Vorbild geben, indem sie etwa bei "Rot" die Straße überqueren oder neben dem Zebrastreifen schräg über die Straße laufen oder mit ihrem geparkten Auto den Fahrradweg blockieren mit ihrem Lied zu: "Stopp! Warum tust du das?" Abschließend stellte Jürgen Hagel fest, dass es bei Beherzigung des Paragraph 1 der Straßenverkehrsordnung, in der die Teilnehmer am Straßenverkehr zu ständiger Vorsicht und gegenseitiger Rücksicht aufgefordert werden, keine Unfälle geben würde.