Die Unabhängige Wählergruppe (UWG) Untersiemau sieht sich seit 35 Jahren als einen der Impulsgeber der Gemeinde Untersiemau. Als erstes Ausrufezeichen vor den Kommunalwahlen am 15. März 2020 legte sie sich am Dienstag im Saal des evangelischen Gemeindezentrums auf ihre 16 Kandidaten der Gemeinderatsliste fest.

Pluspunkte aufgeführt

Vorsitzender Werner Ulbrich erinnerte an gewisse Themen, bei denen die Mitglieder punkten konnten: Seit elf Jahren sei die UWG Herausgeber des erfolgreichen Untersiemau-Kalenders. Diverse Vorschläge habe sie zur Gestaltung des neuen Kreisverkehrsplatzes gemacht. Drei Mitglieder gehörten zum Stamm des Arbeitskreises "Untersiemauer Sagenwege". Eine Vielzahl der UWG-Frauen und -Männer hätten mit ihren Ideen zum Gelingen des Freizeitgeländes "Piratenbucht" beigetragen. Zudem unterstütze man die Bewegung "Artenvielfalt" mit der Pacht eines 2000 Quadratmeter großen Areals, das ab dem kommenden Jahr bearbeitet werden soll. Zusätzlich habe die Gruppe Angebote von Privatleuten, die für diesen Zweck Flächen bereitstellen wollten.

Zielsetzungen definiert

Ein Ziel sei es, dass man auch weiterhin parteiunabhängig bleibt, sich also keiner anderen Partei oder Gruppe anschließt. Das Hauptthema werde aber weiterhin sein, das ökologische Denken und Gewissen zu schärfen, erklärte Ulbrich. Auch eine Belebung der Ortskerne für ein attraktives Untersiemau sei erstrebenswert. Das bedeute, leerstehende oder leer werdende Häuser nicht aus den Augen zu verlieren. Ulbrich: "Nicht nur bauen, bauen, bauen, sondern eine Belebung der Ortskerne muss das Motto sein."

Ulbrichs Wunsch für die anstehende Wahl ist es, wenigstens einen Sitz mehr zu bekommen. Bisher sind es zwei, die Werner Ulbrich und Andrea Schiele-Eberlein innehaben.

Da bei dieser öffentlichen Versammlung Bürgermeister Rolf Rosenbauer (CSU) zu Gast war (nach seiner Aussage wird er übrigens auch bei den anderen Parteien und Gruppierungen sein), fragte ihn Otto Ruppert: "Herr Bürgermeister, können Sie auf einen Listenplatz verzichten?"

Rosenbauers Antwort wussten bisher vielleicht nur seine Parteikollegen - die UWG bekam sie exklusiv: "Wenn ich keinen Gegenkandidaten haben werde, kann ich nicht verzichten - ich muss! Das gebietet die Fairness!" Beifall rundum dokumentierte die Zufriedenheit mit dieser Antwort. noch