Christiane reuther "Das habt ihr super gemacht!" Viel größer kann ein Lob gar nicht ausfallen. Die Aufführung des ökumenischen Musicals "Jona" erhielt am Sonntagnachmittag in Haßfurt als Open-Air-Veranstaltung un-ter freiem Himmel viel Lob und tosenden Applaus. Mit einer abwechslungsreichen Mischung aus Schauspiel, Musik und Gesang zogen 40 Chorkinder die Zuschauer, darunter größtenteils Eltern, Großeltern, Geschwister und Freunde, vor der Kulisse des Caritashauses in unmittelbarer Nähe zur Ritterkapelle in ihren Bann.

Biblische Geschichte

Die Interpreten erzählten mithilfe von selbst gebastelter Bühnendekoration schwungvoll die biblische Geschichte des Propheten Jona. Dieser führt ein ruhiges Leben, bis Gott ihm den Auftrag gibt, in die damalige Weltmetropole Ninive, die im heutigen Irak liegt, zu gehen und die Einwohner vor dem Untergang ihrer Stadt zu warnen. Jona ist der Auftrag zu heiß, und so macht er sich aus dem Staub und flieht auf ein Schiff.

Während Jona unter Deck schläft, gerät das Schiff in einen heftigen Orkan. Die Mannschaft kämpft um ihr Leben. Auf der Suche nach dem Schuldigen fallen die Würfel auf Jona. Und so gibt es nur eine "Lösung": Jona wird ins Meer geworfen.

Wie Jona aus dem Bauch eines Walfischs gerettet wird und wie er seinen Auftrag in Ninive doch noch erfüllt, dem gingen die Kinder musikalisch untermalt mit bluesig-rockigen Elementen auf die Spur. Unter der Leitung von Ute Höfner sangen die Buben und Mädchen mit musikalischer Unterstützung von Kirchenmusiker Johannes Eirich am Keyboard 14 Songs und vermittelten anschaulich die Geschichte über Buße und Langmut. Die Rolle des Propheten Jona, der im Mittelpunkt des Geschehens stand, teilten sich Fiona Bayer und Elias Eisenacher.

Bereits im 13. Jahr in Folge führten der evangelisch-lutherische und der katholische Kinderchor Haßfurt gemeinsam ein ökumenisches Musical auf, das ein Jahr Vorlauf hatte. Fand die Aufführung in den vergangenen Jahren immer in der Stadthalle statt, so stieß die Freiluftvariante in diesem Jahr, auch wenn sie ursprünglich so nicht geplant war, auf große Zustimmung. Wegen Corona und um der großen Nachfrage gerecht zu werden, wurden die 240 Besucher auf zwei Vorstellungen verteilt, bei denen die Hygienevorschriften eingehalten wurden.

Erschwerte Bedingungen

Pfarrerin Sabine Hopperdietzel sprach ihren Dank sowohl den Darstellern als auch den beiden Chorleitern und allen Helfern im Hintergrund aus. Sie verwies auf die erschwerte Probensituation wegen der Corona-Pandemie.

Abschließend bedankten sich die Kinder mit einem Banner und einem Präsent überschwänglich bei Johannes Eirich. Die Aufführung des Musicals war dessen letzter Auftritt. Chorleiter Johannes Eirich, der sich lange Jahre in der Pfarrei Sankt Kilian in Haßfurt als Pastoralreferent vielseitig engagiert hatte, wurde offiziell schon im Juli in den verdienten Ruhestand verabschiedet. Zu dieser Zeit sollte die Aufführung des Musicals auch schon längst über die Bühne sein. Doch Corona machte dem Projekt einen Strich durch die Rechnung. Aber jetzt klappte es mit der Aufführung.

Die Akteure

Mitwirkende Sänger und Schauspieler waren: Jona: Fiona Bayer/Elias Eisenacher. Freunde: Fenja Bayer, Emma Duran (Solo), Joey Duran, Luca Koch, Lilli Männer (Solo). Matrosen: Selina Stach, Annika Knorn, Sophie Raudszus, Lizanne Haar, Kathrin Haßfurther, Frieda Schuck. Solo: Lukas Reinwand, Luca Vallot. Marktfrauen: Josephina Jüngling, Lena Hümmer, Tamara Lohs. Volk: Lukas Reinwand, Luca Vallot, Emmely Hofmann, Johanna Reitz, Mia Scharting. König: Jonathan Lord. Händler: Lucas Husslein und Joel Vallot. Gott: Johannes Eirich. Des Weitern sangen die Kinder vom katholischen und evangelischen Kinderchor, vom evangelischen Kindergartenchor und von der Musical-AG.

Der evangelische Kinderchor, Musical-AG und die Regie lagen in den Händen von Ute Höfner. Für den katholischen Kinderchor und die Musik zeichnete Johannes Eirich verantwortlich. Die Technik mit der Unterstützung von "Soundhouse" hatte Billy Bertold im Griff.