Nicole Julien-Mann Der Rückbau des ehemaligen Bauernhauses in der Kronacher Straße 3, auch bekannt als "Martl-Haus", kann nun erfolgen. Der Bauauschuss vergab den Auftrag für rund 25 000 Euro. Bürgermeister Oliver Plewa geht davon aus, dass die Bauarbeiten nach der Weihnachtspause erfolgen werden.

Der Beschluss, das Haus abzureißen, war bereits im Sommer gefallen, die Maßnahme musste aber zunächst noch mit der Regierung von Oberfranken abgestimmt werden. Danach wurde die Planung ausgeschrieben, eine Schadstoffuntersuchung gemacht und ein Leistungsverzeichnis für den Rückbau erstellt. Die Auftragsvergabe läutet den Abriss nun endgültig ein.

Aufenthaltsqualität soll steigen

Parallel dazu plant das Architekturbüro "Die Freiraumpioniere", wie der neu geschaffene Platz die Aufenthaltsqualität der Ortsmitte verbessert. "Wir wollen, dass sich Erwachsene und Kinder dort wohlfühlen und nach Corona an diesem Platz treffen können", betonte Plewa, "deshalb bauen wir dahin auch keine Parkplätze."

Von einer Großbaustelle gab es Positives zu berichten: Auf der Kinder-Hort-Baustelle geht es gut voran. Rechtzeitig vor dem ersten Schnee ist das Dach errichtet worden. Momentan werden Fenster und Türen eingebaut. Der Bauausschuss vergab nun den Auftrag zur Installation einer Photovoltaik-Anlage, die mit einer Leistung von 9,90 kwp den Eigenbedarf der Betreuungseinrichtung decken soll. Von den Maßnahmen am Hort profitieren auch die Grundschule und die Montessori-Schule sowie die Anwohner in der Reutersgasse: Die Lücke in der Breitbandversorgung wird geschlossen, es werden Glasfaserleitungen verlegt. Die Schulen, deren Internet immerhin schon mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von 50 MBit/s läuft, dürfen sich auf Highspeed- Internet mit 100 MBit/s freuen.

Eine unterirdische Landkarte

Im nichtöffentlichen Teil der Sitzung beriet das Gremium über die Digitalisierung von Arbeitsunterlagen im Bauamt. Geplant ist, für das Kanalkataster den Verlauf und den Zustand aller Regenwasser- und Abwasserkanäle digital zu erfassen. Diese unterirdische Landkarte kann dann künftig bei allen Bauarbeiten herangezogen werden, zum Beispiel beim Straßenbau, bei der Verlegung von Strom- und Telekommunikationsleitungen.

"Wir wollen die Sanierung unserer Versorgungstechnik systematisch strukturieren und planen", erklärte der Bürgermeister, "damit wir in den nächsten zehn bis 15 Jahren die Infrastruktur auf Vordermann gebracht haben." Im ersten Zug wird der Straßenbestand begutachtet. Den Anfang bei der Digitalisierung der Daten macht Neundorf, weil dort die Kreisstraße neu gebaut wird.